Nach drei Jahren steigender Arbeitslosigkeit im Burgenland zeichnet sich endlich eine Trendwende ab. Die AMS-Landesgeschäftsführerin sieht Licht am Horizont.
Im Vorjahr verzeichnete das AMS Burgenland rund 8.460 arbeitslose Personen. Die Arbeitsmarktlage bleibt weiterhin schwierig, da das Burgenland in den letzten drei Jahren kontinuierlich steigende Arbeitslosenzahlen verbuchen musste. Für das laufende Jahr zeichnet sich jedoch eine positive Veränderung ab.
AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl prognostiziert eine moderate wirtschaftliche Erholung: „Es dürfte bergauf gehen mit dem Wirtschaftswachstum – zwar nicht wahnsinnig rasant, aber ein kleines Wirtschaftswachstum dürfte sich 2026 ausgehen – und damit eine Entlastung des Arbeitsmarktes.“ Sie betont, dass die Arbeitslosenzahlen in den vergangenen wirtschaftlich herausfordernden Jahren ohne die zeitgleich einsetzende Pensionierungswelle der Babyboomer-Generation noch deutlicher angestiegen wären. Die Prognose für das aktuelle Jahr fällt deutlich optimistischer aus.
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Sinkende Arbeitslosigkeit
Konkret rechnet Sengstbratl mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um drei Prozent im Jahresschnitt. Die Jobperspektiven variieren dabei stark nach Branchen: „Mit Beschäftigungszuwächsen rechnen wir weiterhin im Gesundheits- und Sozialwesen, in der öffentlichen Verwaltung und bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.“ Dagegen müssen Produktionsbetriebe, Warenhersteller, der Handel sowie allgemeine wirtschaftliche Dienstleister mit einem Beschäftigungsrückgang rechnen.
Ähnlich wie im Vorjahr wird für das laufende Jahr ein allgemeines Beschäftigungswachstum von 0,6 Prozent erwartet.