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Behandlungsfehler

Nach Horror-Fehldiagnose: Partei fordert Leihmutterschaft-Finanzierung

Nach Horror-Fehldiagnose: Partei fordert Leihmutterschaft-Finanzierung
(istockphoto: Ärztekammer)
2 Min. Lesezeit |

**Nach einer folgenschweren Fehldiagnose meldet sich nun die Kleinpartei „Die Gelben“ zu Wort. Sie fordert Kompensation für eine 30-Jährige, der unnötig die Gebärmutter entfernt wurde.**

Die Fehldiagnose einer 30-jährigen Oberösterreicherin im Kepler Universitätsklinikum Linz löst weiterhin kontroverse Diskussionen aus. Der Frau wurde aufgrund eines vermeintlichen Krebsbefundes die Gebärmutter entfernt – ein folgenschwerer Eingriff, der sich später als unnötig herausstellte, da kein Tumor existierte. Mit der Operation wurden die Hoffnungen der jungen Frau auf eigene Kinder unwiderruflich zunichte gemacht. In der Folge entwickelte sich eine hitzige Auseinandersetzung zwischen dem Rechtsbeistand der Patientin, der massive Anschuldigungen gegen die Klinik erhob, der Krankenhausleitung, die den Vorwürfen entschieden widersprach und Gesprächsbereitschaft signalisierte, sowie der Oberösterreichischen Ärztekammer, die mit einer offiziellen Stellungnahme reagierte.

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Politische Reaktionen

In die Debatte schaltet sich jetzt auch die Kleinpartei „Die Gelben“ ein. Parteivorsitzender Martin Gollner erklärt die uneingeschränkte Solidarität seiner gesamten Parteiführung mit der Betroffenen und fordert neben lückenloser Aufklärung konkrete Kompensationsmaßnahmen. Explizit nennt er dabei die Finanzierung einer potenziellen Leihmutterschaft. Für den Parteichef, der selbst als Allgemeinmediziner und medizinischer Gutachter tätig ist, steht die Tragweite des Vorfalls außer Frage: „Sie kann keine Kinder mehr bekommen.“ Gollner stuft den Fall als schwere Körperverletzung ein und überlässt die Beurteilung, ob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde, der Justiz.

Kritik an Ärztekammer

Besonders kritisch bewertet Gollner die Kommunikation der Ärztekammer. Er wirft der Standesvertretung vor, eine Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben, indem sie den Schutz der Ärzteschaft in den Mittelpunkt rücke, anstatt sich primär mit dem Schicksal der Patientin und den Konsequenzen auseinanderzusetzen. In der besagten Mitteilung hatte Kammerpräsident Peter Niedermoser zwar sein „tiefes Mitgefühl“ für die junge Frau bekundet, gleichzeitig jedoch vor öffentlichem „Ärzte-Bashing“ gewarnt. Niedermoser betonte, dass Behandlungsfehler gemessen an Millionen medizinischer Eingriffe selten seien, wenngleich jeder einzelne „einer zu viel“ sei.

Die Ärztekammer stellte sich demonstrativ hinter ihre Mitglieder und plädierte für eine „sachliche Aufarbeitung“ des Falls.

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KO KOSMO-Redaktion
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