Französische Behörden haben heute in einer koordinierten Aktion die Pariser Niederlassung des Kurznachrichtendienstes X durchsucht. Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Razzia im Zusammenhang mit Untersuchungen steht, die Anfang 2025 aufgenommen wurden. Auslöser der Ermittlungen war die Anzeige eines Parlamentsabgeordneten, der den Verdacht äußerte, dass verzerrende Algorithmen auf der Plattform zu Manipulationen bei der Verarbeitung von Nutzerdaten führen könnten.
Europol-Unterstützung
Bei der Durchsuchung erhielten die Spezialisten der Cybercrime-Abteilung Unterstützung durch Kräfte von Europol sowie der französischen Polizei. Von Seiten des Unternehmens X, das dem Milliardär Elon Musk gehört, liegt bislang keine Stellungnahme zu dem Vorfall vor.
Kommunikationswechsel
In einer bemerkenswerten Entscheidung gab die Staatsanwaltschaft zudem bekannt, ihre offizielle Kommunikation künftig nicht mehr über X abzuwickeln. Stattdessen werde man auf die Plattformen LinkedIn, die zum Microsoft-Konzern gehört, sowie auf Instagram aus dem Meta-Universum ausweichen.