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Verfolgungsjagd

16 Polizeischüsse auf Mercedes-Raser – Fahrer tauchte monatelang unter

16 Polizeischüsse auf Mercedes-Raser – Fahrer tauchte monatelang unter
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Mit 367 PS durch die Rettungsgasse, dann Schüsse und Flucht: Ein rumänischer Mercedes-Fahrer lieferte sich ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel mit der Wiener Polizei.

Am 3. März 2025 kam es auf der Wiener Südosttangente zu einem gefährlichen Zwischenfall im Abendverkehr. Ein 26-jähriger rumänischer Staatsangehöriger durchfuhr mit seinem Mercedes SL, der über 367 PS verfügt, kurz nach 18 Uhr im Zickzack-Kurs eine Rettungsgasse. Die Verkehrspolizei versuchte, das Fahrzeug aufgrund seiner äußerst riskanten Fahrweise anzuhalten, was bei der Abfahrt zur A4 zunächst teilweise gelang.

Als die Beamten mit gezogener Dienstwaffe auf das Fahrzeug zugingen, beschleunigte der Fahrer plötzlich und steuerte direkt auf einen Polizisten zu. Dieser konnte sich durch einen Sprung zur Seite retten, wurde jedoch nach eigenen Angaben am Bein gestreift. Daraufhin gaben die Einsatzkräfte insgesamt 16 Schüsse auf den dunkelblauen Sportwagen ab.

Das Fahrzeug kam schließlich vor einem Bürogebäude in Wien-Erdberg zum Stehen, woraufhin der Lenker zu Fuß flüchtete. Eine Überwachungskamera erfasste sein Gesicht, was zu einer europaweiten Fahndung führte – zeitweise sogar wegen des Verdachts auf versuchten Mord.

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Festnahme im November

Der Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Nik Rast, konnte die schwerwiegenden Anschuldigungen inzwischen relativieren. „Er hatte überhaupt keine Absicht, jemanden zu verletzen“, erklärte der Anwalt. Nach einem „längeren Urlaub“ wurde sein Mandant im November festgenommen, als er versuchte, sich in Bruck an der Leitha mit den Dokumenten seines Bruders auszuweisen.

Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs entdeckten die Ermittler zwei gestohlene Kennzeichen, was zur Festnahme führte. „Ich bereue das extrem. Es war eine Panikreaktion“, erklärte der Beschuldigte zu den Vorfällen.

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Anklage und Prozess

Der bereits vorbestrafte Mann muss sich am Freitag vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Widerstand gegen die Staatsgewalt, versuchte schwere Körperverletzung, Gebrauch fremder Ausweise und Urkundenunterdrückung. Der ursprüngliche Verdacht des versuchten Mordes wurde fallengelassen.

Dennoch droht dem Angeklagten eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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