Mit dem Zug zur Straftat: Vier Teenager nutzten die Bahnverbindung zwischen Wien und dem Burgenland für ihre kriminellen Touren – bis die Handschellen klickten.
Eine Bande von vier Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren wurde nach einer Reihe von Einbrüchen im Bezirk Neusiedl am See und in Wien festgenommen. Die Gruppe, bestehend aus zwei österreichischen Staatsbürgern sowie je einem Jugendlichen afghanischer und syrischer Herkunft, pendelte regelmäßig mit der Bahn von Wien ins Burgenland. Bei ihren Beutezügen verwendeten sie einen aus einem Zugabteil gestohlenen Nothammer als Einbruchswerkzeug.
Laut Polizeiangaben erbeuteten die Minderjährigen bei ihren Einbrüchen in drei burgenländische und sechs Wiener Geschäftslokale vorwiegend Notebooks, Mobiltelefone und Tabakwaren. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Den Ermittlern zufolge soll die Gruppe zudem für zehn Autoeinbrüche in Wien verantwortlich sein.
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Erfolgreiche Festnahme
Die Ermittlungserfolge gehen auf das Konto der Kriminaldienstgruppe des Bezirks Neusiedl am See. Nach ihrer Festnahme wurden die Jugendlichen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt.
Frühere Straftaten
Für die Minderjährigen ist es nicht der erste Konflikt mit dem Gesetz. Bereits im Dezember des Vorjahres waren sie festgenommen worden, nachdem sie während einer Zugfahrt von Wallern nach Pamhagen im Burgenland einen 13-Jährigen mit einer Softgun bedroht und ihm einen geringen Geldbetrag abgenommen hatten.