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Unwetterkatastrophe

Höchste Alarmstufe: Todesopfer und Verkehrschaos in Westeuropa

Höchste Alarmstufe: Todesopfer und Verkehrschaos in Westeuropa
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Sturmtief „Nils“ fegt über Westeuropa und hinterlässt Chaos: Ein Toter, 25 Verletzte und massive Infrastrukturschäden in drei Ländern markieren die Bilanz der Verwüstung.

Der Wintersturm „Nils“ hat in Westeuropa eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Frankreich, Spanien und Portugal verursachte das Unwetter massive Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, während 25 weitere Personen Verletzungen erlitten.

Die französischen Behörden riefen in fünf Departements die höchste Alarmstufe aus. Besonders der Südwesten Frankreichs wurde hart getroffen, wo Überschwemmungen drohten und in den Alpenregionen erhöhte Lawinengefahr herrschte. Bei Dax verunglückte ein 55-jähriger LKW-Fahrer tödlich. In der Nähe von Toulouse erlitt ein Straßenarbeiter Verletzungen.

Fast eine Million Haushalte im französischen Südwesten mussten ohne Stromversorgung auskommen. Die Auswirkungen in Spanien waren ebenfalls gravierend. Allein in Katalonien benötigten 25 Menschen ärztliche Hilfe, wobei fünf Personen stationär behandelt werden mussten.

Verkehrschaos folgt

Ein Mitglied der Rettungskräfte erlitt schwere Verletzungen. Der Verkehrssektor verzeichnete erhebliche Störungen: Am Flughafen Barcelona-El Prat wurden 50 Flugverbindungen gestrichen. In Frankreich kam es zu Unterbrechungen auf der Bahnstrecke zwischen Toulouse und Bordeaux, während der Fährverkehr nach Korsika komplett eingestellt wurde.

Portugal wurde bereits einen Tag zuvor von den Auswirkungen des Unwetters erfasst. Nach heftigen Regenfällen kollabierte ein Teil einer Autobahnbrücke. Ein Segment der wichtigen Verkehrsader A1, die Lissabon mit Porto verbindet, brach in der Nähe von Coimbra ein, nachdem ein Deich am Fluss Mondego nachgegeben hatte.

Klimakrise verstärkt

Obwohl einzelne Wetterereignisse selten auf eine einzelne Ursache zurückzuführen sind, betont der UN-Weltklimarat den Zusammenhang zwischen der Klimakrise und der zunehmenden Häufigkeit sowie Intensität von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürmen. Die Folge: Niederschläge und Stürme werden heftiger, Hitzewellen erreichen höhere Temperaturen und Dürreperioden verschärfen sich.