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Klimaphänomen

El Niño kehrt zurück – Experten warnen vor Rekordhitze!

El Niño kehrt zurück – Experten warnen vor Rekordhitze!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

La Niña verliert an Kraft – doch die Atempause für das Klima könnte kürzer ausfallen als erhofft.

Die Weltwetterorganisation WMO hat am Dienstag angekündigt, nach dem Abklingen des diesmal vergleichsweise schwach ausgeprägten La Niña zunächst mit klimatisch neutralen Bedingungen zu rechnen. Noch vor Ende des Jahres könnte jedoch erneut ein El Niño einsetzen. Auch die US-amerikanische Behörde NOAA hält eine Rückkehr für möglich: Zwischen Juli und September 2026 sieht sie eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent für die Entstehung eines neuen El Niño.

El Niños Wirkung

Bei El Niño handelt es sich um ein natürliches, periodisch auftretendes Klimaphänomen, das durch eine Erwärmung der Meeresoberfläche im Pazifischen Ozean ausgelöst wird. Im Schnitt kehrt es alle zwei bis sieben Jahre wieder und hält in der Regel neun bis zwölf Monate an. In dieser Phase können die weltweiten Temperaturen zusätzlich ansteigen – ein typisches El-Niño-Ereignis lässt die globale Durchschnittstemperatur vorübergehend um etwa ein bis zwei Zehntel Grad Celsius ansteigen – auf einem Niveau, das durch den menschengemachten Klimawandel ohnehin bereits erhöht ist.

Darüber hinaus hat El Niño das Potenzial, Extremwetterereignisse zu verstärken. Das jüngste El-Niño-Ereignis der Jahre 2023 und 2024 zählte laut WMO zu den „fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen“. Es verstärkte die Folgen des anthropogenen Klimawandels und war mitverantwortlich dafür, dass 2024 zum wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurde.

Das abkühlende Pendant La Niña war laut WMO in diesem Zyklus nur schwach ausgeprägt. Für den Zeitraum März bis Mai liegt die Wahrscheinlichkeit klimatisch neutraler Bedingungen bei 60 Prozent. Die Chance auf eine Fortsetzung der La-Niña-Phase beträgt in diesem Zeitfenster noch 30 Prozent, jene für eine El-Niño-Phase lediglich zehn Prozent.

Von April bis Juni erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für neutrale Verhältnisse laut WMO auf 70 Prozent, bevor sie im Zeitraum Mai bis Juli wieder auf 60 Prozent sinkt. Parallel dazu steigen in diesen Monaten die Aussichten auf eine erneute El-Niño-Entwicklung auf 40 Prozent.

Regionale Unterschiede

Die Auswirkungen von El Niño sind regional sehr unterschiedlich. Typischerweise bringt das Phänomen in Südostasien, Australien, dem südlichen Afrika sowie im Norden Brasiliens ausgeprägte Trockenheit mit sich. Am Horn von Afrika, im Süden der USA sowie in Peru und Ecuador sind dagegen häufig verstärkte Niederschläge zu verzeichnen.

Die WMO verweist darauf, dass sowohl El Niño als auch La Niña in enger Wechselwirkung mit dem Klimawandel stehen. Dieser treibe die globalen Temperaturen langfristig in die Höhe, verschärfe extreme Wetter- und Klimaereignisse und beeinflusse saisonale Niederschlags- sowie Temperaturmuster. Verlässliche Prognosen seien daher von besonderer Bedeutung, betonte WMO-Chefin Celeste Saulo. Frühzeitige Vorsorgemaßnahmen könnten Schäden in Millionenhöhe abwenden und Menschenleben schützen.

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KO KOSMO-Redaktion
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