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Giftanschlag

Babynahrung vergiftet: So viel Rattengift steckte im Glas!

Babynahrung vergiftet: So viel Rattengift steckte im Glas!
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Rattengift in Babynahrung – und ein zweites verseuchtes Glas bleibt spurlos verschwunden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

In einem im Burgenland sichergestellten, manipulierten Hipp-Glas wurden 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen. Das gab die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Freitag bekannt. Die Behörde ermittelt in dem Fall wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung sowie wegen absichtlich versuchter schwerer Körperverletzung.

Welche gesundheitlichen Folgen diese Giftmenge für einen Kinderkörper gehabt hätte – und ob sie im schlimmsten Fall tödlich hätte wirken können – wird derzeit noch eingehend geprüft. Mit einem Ergebnis ist laut Staatsanwaltschaft frühestens Ende kommender Woche zu rechnen.

Zweites Glas vermisst

Ein zweites verdächtiges Hipp-Glas, das ebenfalls als manipuliert gilt, blieb bislang unauffindbar. Trotz gezielter Befragungen von Familien mit Kleinkindern aus dem betroffenen Umfeld durch Polizeibeamte fehlt von dem Behälter jede Spur. Bereits im Vorfeld waren sämtliche burgenländischen Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Kinderbetreuungseinrichtungen kontaktiert worden.

Da das Glas möglicherweise von Personen aus dem österreichisch-ungarischen Grenzgebiet erworben wurde, sind auch die ungarischen Behörden in die Ermittlungen eingebunden. In Deutschland wird in dem Zusammenhang wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers ermittelt. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden bislang insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr aus dem Verkehr gezogen.

Rückruf bei Spar

Der Rückruf von Hipp-Produkten bei Spar war in der Nacht auf Samstag öffentlich bekannt geworden. Konkrete Hinweise lagen zum Artikel „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel 190 Gramm“ vor. Vorsorglich zogen auch weitere Supermarktketten das betroffene Produkt aus ihren Regalen.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, welche Auswirkungen der Verzehr der festgestellten Rattengiftmenge auf den menschlichen Organismus gehabt hätte. Das sichergestellte Glas war in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und am Samstag in Schützen am Gebirge im Bezirk Eisenstadt-Umgebung aufgefunden worden.

Das zweite, noch gesuchte Glas stammt aus derselben Filiale, und die Polizei fahndet länderübergreifend nach seinem Verbleib.

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KO KOSMO-Redaktion
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