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Digitalisierung

ID Austria mit Update: Vollmachten, KI und barrierefreier Zugang

ID Austria mit Update: Vollmachten, KI und barrierefreier Zugang
quelle: (istockfoto:AI)
3 Min. Lesezeit |

Österreichs Staat bekommt ein KI-Gesicht – und das früher als viele erwartet haben.

Österreichs digitale Verwaltung erhält gleich mehrere Neuerungen auf einmal: Die ID Austria App wurde um wichtige Funktionen erweitert, und mit der KI-Assistenz „ida“ ist ab Sommer 2026 ein weiterer Schritt in Richtung nutzerfreundlicher Behördenwege geplant. Vollmachten lassen sich künftig direkt über das Mobilgerät einsetzen, sodass digitale Amtswege erstmals auch im Auftrag anderer Personen vom Handy aus erledigt werden können. Zudem ist die digitale Ausweisplattform „eAusweise“ nun direkt über den Startbildschirm der App erreichbar.

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Proll betont: „Digitale Verwaltung muss einfach, sicher und verständlich sein. Mit der KI-Assistenz ‚ida‘ bekommt jeder Bürger ab Sommer 2026 seinen ersten digitalen Assistenten vom Staat zur Verfügung gestellt. Bürgerinnen und Bürger sollen dadurch Informationen schneller finden und Services leichter nutzen.“

KI-Assistenz „ida“

Die technische Grundlage von „ida“ bildet die „Large Language Model as a Service“-Plattform des Bundesrechenzentrums. Sämtliche Antworten speisen sich ausschließlich aus verifizierten Quellen – darunter oesterreich.gv.at und id-austria.gv.at – und gewährleisten damit stets geprüfte und aktuelle Informationen.

Auch in puncto Datenschutz orientiert sich die KI-Assistenz an besonders hohen Standards: „ida“ wurde nach den Anforderungen digitaler Souveränität sowie strenger Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben konzipiert. Die gesamte technische Infrastruktur ist beim Bundesrechenzentrum in Österreich angesiedelt. Daten werden nicht ins Ausland übertragen, personenbezogene Informationen nicht gespeichert und alle Anfragen in Echtzeit verarbeitet. Tracking und Profiling sind ausgeschlossen.

Barrierefreier Zugang

Parallel dazu arbeitet das Projektteam daran, die ID Austria für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu gestalten. Dazu wird die Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Behindertenrat, dem Blinden- und Sehbehindertenverband sowie dem Österreichischen Gehörlosenbund intensiviert. Proll unterstreicht: „Digitale Services müssen für alle Bürgerinnen und Bürger verständlich, zugänglich und verlässlich sein. Deshalb entwickeln wir die ID Austria konsequent entlang der Bedürfnisse der Menschen weiter.“

Mit dem Start im Sommer 2026 wird „ida“ als rund um die Uhr verfügbarer Chatbot Fragen zu digitalen Verwaltungsservices in natürlicher Sprache beantworten. Das Vorhaben gilt als erstes großes KI-Projekt der Public AI Initiative, das sich direkt an die Bevölkerung richtet. Ergänzend dazu findet auch in diesem Jahr die ID Austria Servicetour statt: Zwischen 1. Juli und 31. August besteht österreichweit die Möglichkeit, sich unkompliziert für eine ID Austria zu registrieren.

„ida“ ist als Ausgangspunkt eines umfassenderen Vorhabens gedacht. Mittelfristig soll die Assistenz nicht nur Informationen bereitstellen, sondern Nutzerinnen und Nutzer auf ausdrücklichen Wunsch auch aktiv bei der Erledigung digitaler Behördenwege begleiten.

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KO KOSMO-Redaktion
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