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Sicherheitskrise

Macron in Syrien: Bomben explodieren nahe seines Hotels

Macron in Syrien: Bomben explodieren nahe seines Hotels
(FOTO: EPA / MOHAMED AL RIFAI)
2 Min. Lesezeit |

Zwei Explosionen, ein Staatsbesuch, ein Präsident in unmittelbarer Nähe – Damaskus erlebt einen hochbrisanten Moment.

Während des Staatsbesuchs von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Syrien haben zwei Bombenexplosionen die Hauptstadt Damaskus erschüttert. Die Detonationen ereigneten sich am Dienstag in unmittelbarer Nähe jenes Hotels, in dem Macron während seines Aufenthalts logiert hatte – wie AFP aus syrischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine der Bomben war demnach in einem Müllcontainer versteckt, die zweite in einem in der Nähe abgestellten Fahrzeug.

AFP-Reporter vor Ort hörten die Explosionen und beobachteten Rauch, der über dem betroffenen Stadtviertel aufstieg. Mehrere Rettungswagen rückten zum Einsatzort aus, Sicherheitskräfte sperrten die umliegenden Zufahrtsstraßen ab.

Macron unverletzt

Macron selbst befand sich zum Zeitpunkt der Explosionen bereits nicht mehr im Hotel. Der französische Staatschef war zu diesem Zeitpunkt im syrischen Präsidentenpalast, wo er Interimspräsident Ahmed al-Scharaa zu Gesprächen traf. Der Élysée-Palast bestätigte kurz darauf, dass Macron unverletzt geblieben sei und sein Besuch planmäßig fortgesetzt werde.

Macron war am Montag nach Damaskus gereist und ist damit der erste westeuropäische Staats- oder Regierungschef, der Syrien seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 besucht. Am Montagabend besichtigten Macron und Interimspräsident al-Scharaa nach einem gemeinsamen Arbeitsessen die historische Umayyaden-Moschee in Damaskus.

Serie von Anschlägen

Die Anschläge reihen sich in eine Serie von Sicherheitsvorfällen ein, die die syrische Hauptstadt seit dem Machtwechsel Ende 2024 erschüttern. Erst am vergangenen Donnerstag kamen bei einem Bombenanschlag auf ein Café im Damaszener Stadtzentrum zehn Menschen ums Leben, 21 weitere wurden verletzt.

Ein Bekenntnis zu dieser Tat liegt bislang nicht vor.

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KO KOSMO-Redaktion
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