Ein spielendes Mädchen, ein Knochen – und plötzlich steht Österreich vor einem historischen Rätsel.
Auf einer Baustelle im oberösterreichischen Ranshofen sind die sterblichen Überreste von 120 jungen Männern geborgen worden. Seinen Anfang nahm alles mit einem Knochen, den ein spielendes Mädchen zufällig entdeckte. Dass dieser Zufallsfund noch vier Monate später zahlreiche Fragen aufwerfen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht vorherzusehen.
Außergewöhnlicher Fund
„Es ist ein außergewöhnlicher Fund. Er ist österreichweit oder sogar in ganz Mitteleuropa einzigartig. Wir haben selber nicht damit gerechnet“, erklärt Michaela Binder, Projektleiterin der Firma Novetus. Bei den bisherigen Untersuchungen wurden auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern 120 Personen gefunden.
Die Überreste werden den Franzosenkriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zugeordnet. Diese historische Einordnung wirft neue Fragen zur damaligen Situation in der Region auf.