Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Iran-Konflikt

Trumps Ultimatum wirkt: Öffnet der Iran bald die Straße von Hormuz?

Trumps Ultimatum wirkt: Öffnet der Iran bald die Straße von Hormuz?
(FOTO: EPA / AARON SCHWARTZ / POOL)
2 Min. Lesezeit |

Eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt steht still – und die Uhr tickt. Trumps Ultimatum setzt die Verhandlungen unter Hochdruck.

Die Straße von Hormuz, eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt, ist derzeit Schauplatz intensiver diplomatischer Bemühungen. Die USA, der Iran und der Oman verhandeln über eine Übergangslösung, die den Weg durch die strategisch wichtige Meerenge wieder freimachen soll. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran dabei ein klares Ultimatum gesetzt: Die Meerenge müsse bald geöffnet werden, andernfalls seien Konsequenzen zu erwarten.

Trump selbst zeigte sich zuversichtlich, sprach von Fortschritten in den Gesprächen und stellte eine Öffnung noch für denselben Tag in Aussicht. Wie das Portal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion berichtet, streben die USA bereits für Mittwoch eine Einigung an. Der angestrebte Übergangsdeal würde demnach bestimmte Forderungen des Iran berücksichtigen und Teheran mehr Kontrolle über die Meerenge einräumen als noch vor Ausbruch des Krieges.

Märkte reagieren

Die Finanzmärkte reagierten bereits auf die Aussicht einer möglichen Einigung: Die Ölpreise gaben nach. Sowohl US-Finanzminister Scott Bessent als auch Majid al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, äußerten sich optimistisch über eine baldige diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Bessent geht dabei von einer freien Durchfahrt ohne Gebührenerhebung aus.

Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist gegenwärtig massiv eingeschränkt. Unter normalen Umständen wird rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen über die Straße von Hormuz abgewickelt. Im Zuge des Krieges hat der Iran den Durchgangsverkehr weitgehend blockiert, während die USA ihrerseits eine Blockade iranischer Schiffe und Häfen aufrechterhalten.

Vergangene Woche passierten täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge – ein drastischer Rückgang gegenüber den 60 bis 140 Schiffen, die vor dem Iran-Krieg täglich die Passage nutzten.

Irans Bedingungen

Der Verlauf der Verhandlungen hängt wesentlich von den Anrainerstaaten Iran und Oman ab. Ein iranischer Insider erklärte laut Staatsmedien, dass eine Einigung solange auf sich warten lasse, wie die USA den Iran weiterhin mit Drohungen unter Druck setzten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen durch Drohungen und Angriffe auf Saudi-Arabien auch den Seeweg Bab al-Mandab an der Meerenge am Ausgang des Roten Meers beeinträchtigt.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen