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Erschöpfungskrise

Iran-Einsatz am Limit: US-Soldaten kämpfen mit Schimmel, Hunger, Suizidgedanken

Iran-Einsatz am Limit: US-Soldaten kämpfen mit Schimmel, Hunger, Suizidgedanken
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Familien von US-Soldaten blicken mit wachsender Sorge auf den Einsatz des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln. Das Schiff verließ am 21. November 2025 die Naval Base San Diego und war ursprünglich für einen Einsatz im Pazifik vorgesehen – die angespannte Lage im Nahen Osten führte jedoch zu einer Umleitung dorthin. Was folgte, war ein Einsatz von außergewöhnlicher Dauer und Härte: Mehr als 270 Tage verbrachte die Besatzung auf See, unterbrochen lediglich durch zwei kurze Hafenaufenthalte – einen in Guam im Dezember 2025 und einen in Oman im Juli 2026.

Extreme Belastungen

Wer die üblichen Abläufe bei Flugzeugträgern kennt, versteht, warum das so schwer wiegt. Unter normalen Umständen laufen solche Schiffe alle 30 bis 45 Tage einen Hafen an – nur so lassen sich Vorräte für die große Besatzung auffüllen, notwendige Wartungsarbeiten erledigen und den Soldaten ausreichend Erholung ermöglichen. Die Besatzung der USS Abraham Lincoln hingegen war 250 Tage am Stück auf See, zwischen den beiden kurzen Stopps lagen sieben Monate.

Eigentlich hätte der Einsatz im Mai enden sollen, doch er wurde wiederholt verlängert – mit spürbaren Folgen für Versorgung und Infrastruktur an Bord. Duschen sollen von Schimmel befallen, Toiletten außer Betrieb gegangen sein. Die Essensrationen wurden knapper, manchmal bestand eine Mahlzeit nur aus einer Tasse Reis und zwei Tortillas. Selbst grundlegende Hygieneartikel wie Seife, Deo und Zahnpasta fehlten schließlich.

Sinkende Moral

Die Ehefrau eines Soldaten schilderte der Zeitung der US-Streitkräfte „Stars and Stripes“ die beunruhigenden Nachrichten, die sie von ihrem Mann erhalten hatte. „Ich hoffe, morgen nicht aufzuwachen“, soll er ihr geschrieben haben. Auch in weiteren Interviews sowie in Beiträgen auf sozialen Medien, die von Soldaten und ihren Angehörigen stammen, zeichnet sich ein düsteres Bild ab: Die Moral in der Besatzung sei gesunken, Suizidgedanken würden offen angesprochen.

In diesem Zusammenhang berichten Angehörige auch von Soldaten, die daran gehindert werden mussten, von Bord zu springen. Eine Frau, die mit der „Navy Times“ sprach, schilderte den Fall ihres Mannes: Nachdem sein Dienst erneut verlängert worden war, habe er auf diese Weise versucht, der Situation zu entkommen. Nun drohe ihm eine unehrenhafte Entlassung.

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KO KOSMO-Redaktion
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