Mödling plant eine neue Eishalle – doch bis dahin gleitet die Stadt auf dünnem Eis.
Die Stadtgemeinde Mödling (Niederösterreich) treibt die Planungen für eine neue Eishalle voran und arbeitet parallel daran, den laufenden Betrieb des bestehenden Eislaufplatzes in der Übergangszeit zu sichern. Der Eislaufplatz im Stadtbad Mödling wurde am 6. November 1928 eröffnet und ist damit seit fast einem Jahrhundert in Betrieb. Gespräche mit Investoren und Grundstückseigentümern befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Stadtrat Markus Gilly (SPÖ), zuständig für städtische Betriebe, unterstreicht, dass bei allen anstehenden Entscheidungen finanzielle, technische und organisatorische Gesichtspunkte gleichermaßen in die Überlegungen einfließen müssen.
Betrieb in der Übergangsphase
Der bestehende Eislaufplatz bleibt den Mödlingerinnen und Mödlingern während der Übergangsphase zugänglich – die konkreten Rahmenbedingungen dafür werden noch festgelegt. Eines steht allerdings bereits fest: Größere Investitionen in die Instandhaltung der alten Anlage sind nicht mehr vorgesehen.
„Sollte es während der Saison zu einem größeren technischen Defekt kommen, der eine entsprechend umfangreiche Reparatur notwendig macht, müsste der Eislaufbetrieb eingestellt werden“, so Gilly. Zuvor hatte er betont: „Wir haben stets versucht, einen verantwortungsvollen Ausgleich zwischen den Wünschen der Mödlingerinnen und Mödlinger und den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde zu schaffen.“ Hintergrund sind der veraltete technische Zustand der Anlage und konkrete Defekte: Die Kompressoren wurden seit mehr als 40 Jahren nicht generalüberholt, weisen bereits Ausfälle auf, und der grundlegende Sanierungsbedarf wird auf rund 500.000 Euro geschätzt.
Neue Eishalle geplant
Mit dem Projekt einer neuen Eishalle verfolgt Mödling das Ziel, das Freizeitangebot für die Bevölkerung dauerhaft auszubauen. Die geplante Anlage soll sowohl den Breitensport fördern als auch das Gemeinschaftsleben stärken – bei gleichzeitig verantwortungsvollem Umgang mit den städtischen Finanzmitteln.
Die Stadtgemeinde wird den gesamten Realisierungsprozess eng begleiten.