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Geheimtipp

Diese Balkan-Stadt ist älter als Rom – und boomt gerade erst

Diese Balkan-Stadt ist älter als Rom – und boomt gerade erst
(Foto: Pexels)
2 Min. Lesezeit |

Sieben Hügel, 6.000 Jahre Geschichte und ein Viertel, das gerade neu erfindet, was Reisen bedeutet – Plovdiv lässt sich nicht so leicht in Worte fassen.

Plovdiv liegt auf sieben Hügeln über dem Fluss Mariza – und wer die bulgarische Stadt einmal besucht hat, versteht schnell, warum sie als eines der bestgehüteten Reisegeheimnisse Europas gilt. Dabei zählt Plovdiv zu den ältesten durchgehend bewohnten Städten des Kontinents und vereint auf engstem Raum Jahrtausende an Geschichte mit einem lebendigen, modernen Stadtgefühl, das zunehmend internationale Reisende anzieht.

Besonders die Altstadt mit ihrer charakteristischen Architektur des 19. Jahrhunderts entfaltet einen ganz eigenen Charme. Schmale Gassen, farbenprächtige Bürgerhäuser und das Wissen, auf Boden zu gehen, der seit mehr als 6.000 Jahren besiedelt ist – das macht den Besuch zu einem Erlebnis, das weit über gewöhnlichen Städtetourismus hinausgeht. John Bills vom Stadtmagazin Time Out bringt es auf den Punkt: Die Geschichte Plovdivs erstrecke sich über mehr als sechs Jahrtausende ununterbrochener Besiedlung, und die Stadt habe dabei immer wieder ihre Identität neu erfunden.

Jahrtausende im Blick

Sichtbarstes Zeugnis dieser langen Vergangenheit ist das antike Theater Filipopolis – ein römisches Amphitheater, das zu den besterhaltenen seiner Art weltweit zählt und bis heute als Veranstaltungsort genutzt wird. Thraker, Römer, Byzantiner und Osmanen haben in Plovdiv ihre Spuren hinterlassen, und wer durch die Gassen der Altstadt schlendert, begegnet dieser Schichtung auf Schritt und Tritt.

Doch Plovdiv wäre kein zeitgemäßes Reiseziel, wenn es sich allein auf sein historisches Erbe stützen würde. Das Viertel Kapana, einst ein traditionelles Handwerkerviertel, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem kreativen Hotspot gewandelt. Kunstwerkstätten, Bars und Restaurants haben die alten Werkstätten abgelöst und dem Viertel eine neue, pulsierende Energie verliehen – ohne dabei seinen ursprünglichen Charakter vollständig aufzugeben. Einen entscheidenden Impuls erhielt diese Entwicklung durch das Jahr 2019, als Plovdiv als erste bulgarische Stadt den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ trug und damit internationale Aufmerksamkeit auf sich zog.

Lohnende Ausflugsziele

Wer von Plovdiv aus die Umgebung erkunden möchte, findet ebenfalls lohnende Ziele: Das Backovo-Kloster, eine der bedeutendsten orthodoxen Klosteranlagen der Region, sowie die mittelalterliche Festung in Asenovgrad liegen in unmittelbarer Nähe und runden das Bild eines authentischen Balkan-Erlebnisses ab.

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KO KOSMO-Redaktion
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