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Wohnreform

Wien vergibt Gemeindewohnungen jetzt nach Punkten

Wien vergibt Gemeindewohnungen jetzt nach Punkten
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Wien verteilt Gemeindewohnungen künftig nach Punkten – wer zuerst kommt, mahlt nicht mehr zuerst.

Wien hat mit dem 22. September ein neues Verfahren zur Vergabe von Gemeinde- und geförderten Wohnungen in Kraft gesetzt. Im Mittelpunkt des reformierten Systems steht ein Bonuspunktesystem, das festlegt, wer bei der Zuteilung einer Wohnung bevorzugt berücksichtigt wird. Besonders vulnerable Gruppen profitieren dabei von erheblichen Punktevorteilen: Personen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, erhalten 100 Punkte, Alleinerziehende bis zu 80 Punkte.

Langzeit-Wienerinnen und Langzeit-Wiener können über den sogenannten Wien-Bonus 45 zusätzliche Punkte geltend machen.

Starke Nachfrage

Die Registrierungsphase für das neue System startete bereits Mitte Juli. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits über ein bestehendes Wiener Wohnticket verfügte, konnte ein aktualisiertes Ticket beantragen und dabei einen Startbonus in Anspruch nehmen. Die Resonanz fiel beträchtlich aus: Mehr als 38.500 Haushalte haben sich seither im System angemeldet, rund 32.500 Wohnanträge wurden eingereicht.

Insgesamt vergibt die Stadt Wien über diesen Weg jährlich etwa 14.000 Wohnungen.

Die Punktevergabe orientiert sich an einem breiten Kriterienkatalog. Neben den bereits genannten Kategorien fließen auch chronische Mobilitätseinschränkungen, häuslicher Pflegebedarf sowie der Status als betreute Person in die Bewertung ein. Als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Registrierung und Wohnungssuche fungiert die Wohnberatung Wien.

Flexible Umsetzung

Erste Erfahrungswerte aus dem laufenden Betrieb zeigen, dass das System eine erhebliche Bandbreite abdeckt. Registriert wurden Fälle mit bis zu 200 Punkten, doch auch eine Person ohne jegliche Bonuspunkte erhielt eine Zuweisung – ein Hinweis auf die bewusst angelegte Flexibilität des Verfahrens.

Die Stadt Wien und ihre Partnerorganisationen begleiten die Umsetzung mit einer laufenden Evaluierung, um das System schrittweise weiterzuentwickeln.

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KO KOSMO-Redaktion
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