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Dinosaurierfund

Jahrmillionen verborgen: Neuer Dino-Riese verblüfft Forscher

Jahrmillionen verborgen: Neuer Dino-Riese verblüfft Forscher
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

In China schlummerte er jahrmillionenlang unentdeckt – jetzt sorgt ein rätselhafter Urzeitriese mit ungewöhnlichen Krallen für Aufsehen.

In der nordostchinesischen Yixian-Formation haben Wissenschaftler des Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology (IVPP) eine bislang unbekannte Dinosaurierart identifiziert. Der Kayrasaurus changliensis zählt zur Gruppe der Therizinosaurier – einer Dinosaurierfamilie, die für ungewöhnliche Körperproportionen und markante Handkrallen bekannt ist. Das geborgene Skelett stammt von einem noch nicht ausgewachsenen Tier und weist dennoch eine Länge von 3,6 Metern auf – ein deutlicher Hinweis auf die beträchtliche Körpergröße dieser Art im Vergleich zu ihrem nächsten Verwandten, dem Beipiaosaurus. Das bislang größte bekannte Beipiaosaurus-Exemplar war etwa 2,2 Meter lang, womit der jugendliche Kayrasaurus diesen bereits deutlich überragt.

Anatomische Besonderheiten

Obwohl das Tier zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht vollständig entwickelt war, übertrifft es den Beipiaosaurus bereits um das 1,6-Fache an Körpergröße. Unter den auffälligen anatomischen Merkmalen stechen vor allem die außergewöhnlich kleinen, eng beieinanderstehenden Zähne sowie Halswirbel hervor, die länger ausfallen als die Wirbel des Rumpfes. Hinzu kommt eine Handkralle mit einem charakteristisch nach oben verbreiterten Rand – ein Merkmal, das bislang in dieser Form nicht bekannt war. Therizinosaurier ernährten sich überwiegend pflanzlich oder allgemein omnivor, und auch der Kayrasaurus fügt sich in dieses Bild ein.

Offene Fragen

Das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Xing Xu hat die Ergebnisse im Fachjournal Journal of Systematic Palaeontology publiziert. Der Fund erweitert das Bild der Therizinosaurier-Vielfalt, lässt jedoch zugleich Fragen offen: Die Hinterbeine des Kayrasaurus fehlen im vorliegenden Skelett, wodurch Rückschlüsse auf seine Fortbewegungsweise vorerst nicht möglich sind.

Weitere Fossilfunde und vertiefende Analysen sollen künftig Aufschluss über Lebensweise und Bewegungsverhalten dieser Spezies geben.

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KO KOSMO-Redaktion
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