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Arbeiterkammer

Verletzt vom Heer zurück – Chef wollte ihn sofort loswerden

Verletzt vom Heer zurück – Chef wollte ihn sofort loswerden
(FOTO: Arbeiterkammer Wien)
2 Min. Lesezeit |

Verletzt aus dem Bundesheer zurück – und sofort unter Druck gesetzt. Ein junger Kärntner erlebte, wie schnell ein Arbeitgeber eine Schwäche ausnutzen kann.

Nach seiner Rückkehr vom ordentlichen Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer befand sich ein junger Kärntner in einer schwierigen Lage: Eine Verletzung hatte ihn vorübergehend arbeitsunfähig gemacht – und sein Arbeitgeber, ein Handelsbetrieb aus Kärnten, nutzte genau diese Situation aus. Das Unternehmen setzte den jungen Mann unter Druck, eine einvernehmliche Auflösung seines Arbeitsverhältnisses zu unterzeichnen. Die Arbeiterkammer Kärnten griff ein und konnte die Auflösung erfolgreich abwenden.

AK greift ein

Auf der Suche nach Rat wandte sich der Betroffene an die Arbeiterkammer Kärnten. Philipp Parteder, Bezirksstellenleiter der AK St. Veit an der Glan, machte deutlich, unter welchen gesetzlichen Bedingungen eine solche Unterzeichnung überhaupt rechtswirksam sein kann: „Das Arbeitsplatz-Sicherungsgesetz (APSG) zieht hier extrem strenge Schutzgrenzen.“ Da eine ordnungsgemäße rechtliche Aufklärung durch die AK oder ein Gericht nicht stattgefunden hatte, war die Auflösungsvereinbarung ohne rechtliche Wirkung. Das Arbeitsverhältnis musste in der Folge wiederhergestellt werden.

Klarer Appell

AK-Präsident Gunther Goac richtet angesichts dieses Falls einen klaren Appell an alle Beschäftigten, die sich in vergleichbaren Drucksituationen befinden: „Beschäftigte sollten sich im Zweifel niemals zu einer schnellen Unterschrift drängen lassen.“ Die Arbeiterkammer bietet kostenlose Beratung an – ein Angebot, das gerade für junge Arbeitnehmer von besonderer Bedeutung ist. Wer seine Rechte kennt und weiß, wo er Unterstützung findet, ist vor solchen Übergriffen deutlich besser geschützt.

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KO KOSMO-Redaktion
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