**Kroatien verschiebt kurz vor dem Start neue Preisregeln: Nach Kritik aus der Wirtschaft bekommen Händler und Dienstleister mehr Zeit.**
Die kroatische Regierung hat die für den 1. Oktober geplante Ausweitung der sogenannten Ankerpreis-Regelung kurzfristig verschoben. Die neuen Vorgaben sollen nun erst am 17. November 2026 gelten. Vorgesehen ist unter anderem, dass Händler und Dienstleister neben dem aktuellen Preis zusätzlich einen festgelegten Referenzpreis ausweisen.
Wirtschaftlicher Widerstand
Wirtschaftsminister Ante Šušnjar begründete die Verschiebung mit den Reaktionen von Unternehmern, Handwerkern und Händlern. Kritisiert wurden unter anderem zusätzlicher Verwaltungsaufwand, notwendige technische Anpassungen und damit verbundene Kosten. Die Regierung erklärte, den Betrieben mehr Zeit für die Umsetzung der neuen Vorgaben geben zu wollen.
Start am 17. November
Die neuen Vorgaben sollen nun erst am 17. November 2026 gelten. Die kroatische Regierung reagiert damit auf Forderungen von Unternehmern, Handwerkern und Händlern nach mehr Vorbereitungszeit. Gleichzeitig sollen neue Regelungen auf Grundlage des Verbraucherschutzgesetzes in Kraft treten, mit denen die Preistransparenz für Konsumenten weiter erhöht werden soll.
Bei Verstößen können juristischen Personen Geldstrafen von bis zu 30.000 Euro drohen. Für verantwortliche Personen, Selbstständige und Händler als natürliche Personen gelten niedrigere Strafrahmen.
Für Konsumenten bedeutet die Verschiebung, dass die neu ausgeweiteten Preiskennzeichnungspflichten nicht bereits ab 1. Oktober gelten. Bereits bestehende Vorgaben für bestimmte Produktgruppen im Einzelhandel bleiben davon jedoch unberührt.