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ROADPOL

Handy am Steuer: Internationale Aktion gegen Smartphone-Sünder startet ab Montag

Handy am Steuer: Internationale Aktion gegen Smartphone-Sünder startet ab Montag
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Ab 5. Oktober nehmen Verkehrspolizisten in mehreren europäischen Ländern Ablenkung am Steuer besonders ins Visier. In Österreich kostet unerlaubte Handynutzung 100 Euro – und selbst eine Halterung erlaubt nicht jede Bedienung.

Von Montag, 5. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober 2026, findet die internationale Kontrollaktion „Focus on the Road“ statt. Das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk ROADPOL bestätigt den Zeitraum in seinem offiziellen Jahresprogramm. Im Mittelpunkt stehen die unerlaubte Nutzung von Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten sowie die damit verbundene Ablenkung beim Fahren.

Kroatien und Slowenien haben verstärkte Kontrollen für diese Woche offiziell angekündigt. In Kroatien überprüft die Polizei neben der Handynutzung auch die Verwendung von Sicherheitsgurten bei Lenkern und Mitfahrenden. In Slowenien stehen Geräte und Ausrüstung im Fokus, die Wahrnehmung oder Fahrzeugbeherrschung beeinträchtigen. Für Serbien wird ebenfalls eine entsprechende Aktion angekündigt: Dort sollen neben Verstößen am Steuer auch die unerlaubte Nutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörern durch Fußgänger beim Überqueren der Fahrbahn kontrolliert werden.

Österreich gehört zum Netzwerk

Österreich ist Mitglied von ROADPOL und im Rat des Netzwerks vertreten. Eine öffentlich auffindbare offizielle Bestätigung für Österreichs Teilnahme an dieser konkreten Kontrollwoche liegt bislang jedoch nicht vor. Die Mitgliedschaft allein bestätigt keine Beteiligung an jeder einzelnen Aktion. Die österreichischen Handyvorschriften gelten unabhängig davon.

Wie häufig entsprechende Verstöße festgestellt werden, zeigt die Verkehrsüberwachungsbilanz des Innenministeriums: Im Jahr 2025 wurden österreichweit 112.317 Fälle von Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung mit Anzeigen oder Organstrafverfügungen geahndet.

100 Euro für unerlaubte Handynutzung

In Österreich ist Telefonieren während der Fahrt nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt. Nachrichten zu lesen oder zu schreiben, soziale Netzwerke aufzurufen oder im Internet zu surfen, ist verboten. Wer das Mobiltelefon unerlaubt verwendet, muss mit einem Organmandat von 100 Euro rechnen. Wird die Bezahlung verweigert und Anzeige erstattet, kann die Behörde eine Geldstrafe von bis zu 140 Euro verhängen.

Ein kurzer Stillstand hebt das Verbot nicht automatisch auf. Im Stop-and-go-Verkehr bleiben Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung und andere unerlaubte Handynutzungen verboten. Dasselbe gilt beim Warten an einer Stopptafel: Lenker müssen jederzeit bereit sein, weiterzufahren.

Halterung ist kein Freibrief

Als Navigationssystem darf das Smartphone verwendet werden, wenn es im Wageninneren befestigt ist. Während der Fahrt eine Zieladresse einzutippen, ist trotzdem unzulässig. Das Ziel sollte vor dem Losfahren eingegeben werden. Für Änderungen muss an einer geeigneten Stelle sicher angehalten werden.

Musik über das Handy oder die Fahrzeuganlage abzuspielen, ist grundsätzlich erlaubt. Während der Fahrt einzelne Titel am Handydisplay zu suchen und auszuwählen, ist hingegen verboten. Auch das Anschließen des Mobiltelefons an ein Ladekabel ist während der Fahrt unzulässig.

Schon wenige Sekunden Ablenkung bedeuten eine erhebliche Strecke: Bei 50 km/h legt ein Fahrzeug in fünf Sekunden rund 70 Meter zurück. Wer dabei auf das Display schaut, verliert über diese Strecke den Blick auf die Straße. Navigation, Musik und Freisprecheinrichtung sollten deshalb bereits vor dem Start eingerichtet werden – im österreichischen Alltag ebenso wie auf der Fahrt Richtung Balkan.

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KO KOSMO-Redaktion
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