Ein Abschied, der keiner sein könnte: Portugals neuer Teamchef öffnet die Tür – und alle Augen richten sich auf Cristiano Ronaldo.
Erst schien das Kapitel endgültig geschlossen – nun könnte Cristiano Ronaldo doch noch einmal das Trikot der Seleção das Quinas überstreifen.
Jorge Jesus, der neue Teamchef der portugiesischen Nationalmannschaft, ließ nach dem Sieg über Norwegen keinen Zweifel an seiner Haltung: „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung – sofern er bei al-Nassr spielt – ein Kandidat für den Kader. Wenn er zurückkehren will, wird er zurückkehren.“ Den letzten Schritt müsse jedoch Ronaldo selbst tun. Jesus ergänzte: „Ich weiß nicht, was passieren wird. Cris ist derjenige, der entscheiden wird.“
Starke Leistungen
Dass Portugal auch ohne seinen Rekordtorschützen funktioniert, hat die jüngste Länderspielphase eindrucksvoll belegt. Goncalo Ramos, der in der Nationalmannschaft in die Bresche sprang, traf in allen drei Einsätzen – eine Bilanz, die aufhorchen lässt. Der Stürmer, der im Sommer für 74 Millionen Euro zu AC Mailand wechselte, unterstrich damit seinen Wert auch auf internationalem Parkett.
Portugal gewann unter anderem gegen Norwegen mit 2:1 und sicherte sich nach vier Siegen das Ticket für das Viertelfinale der UEFA Nations League. Die Kapitänsbinde trägt inzwischen Bruno Fernandes.
Ronaldos Rückkehr
Ronaldos Bilanz für Portugal ist schlicht historisch: 146 Tore in 234 Länderspielen – kein Spieler hat auf Nationalmannschaftsebene jemals mehr getroffen. Sein Abschied aus dem Team vollzog sich nach Unstimmigkeiten rund um die Startelfbesetzung.
Verbandspräsident Pedro Proenca signalisierte nun Gesprächsbereitschaft: „Jetzt, da diese vier Spiele vorbei sind, werden wir alle die Zeit und Ruhe haben, uns hinzusetzen und ein Missverständnis zu lösen.“