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Kindheitstrauma

Wer als Kind kein ,,ich liebe dich“ hört, neigt später zu diesen Gewohnheiten

Wer als Kind kein ,,ich liebe dich“ hört, neigt später zu diesen Gewohnheiten
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Kindheit prägt – und das tiefer, als viele ahnen. Was emotionale Kälte im Elternhaus auslöst, zeigt sich oft erst Jahre später.

Forschungen belegen, dass das emotionale Umfeld, in dem Kinder aufwachsen, maßgeblich darüber entscheidet, wie sie ihr späteres Leben emotional gestalten.

Wer als Kind selten Worte der Zuneigung gehört hat, trägt davon häufig erkennbare Verhaltensmuster ins Erwachsenenleben. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass dabei nicht allein der verbale Ausdruck zählt, sondern das gesamte emotionale Klima innerhalb der Familie ausschlaggebend ist.

Was Studien belegen

Dass Liebe in Familien nicht immer offen ausgesprochen wird, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie fehlt. Dennoch zeigen Untersuchungen klare Zusammenhänge: Eine Studie vom April 2026, an der 250 junge Erwachsene teilnahmen, dokumentierte, dass mangelnde elterliche Wärme die Fähigkeit zur Emotionsregulation beeinträchtigen kann.

Eine Langzeitstudie, die über 20 Jahre hinweg 2.088 Personen begleitete, kam zu dem Ergebnis, dass ein höheres Maß an erlebter elterlicher Wärme mit einem deutlich positiveren Wohlbefinden im Erwachsenenalter einhergeht.

Folgen im Erwachsenenleben

Für Menschen, die in ihrer Kindheit wenig emotionale Zuwendung erfahren haben, ist es oft schwierig, Komplimente anzunehmen oder selbst Worte wie „Ich liebe dich“ auszusprechen. Typisch ist auch die Tendenz, Schwierigkeiten im Alleingang zu bewältigen und die eigenen Gefühle kleinzureden – etwa mit Sätzen wie „Ich komme schon klar.“ oder „Andere haben viel größere Probleme.“

Forschende stellen fest, dass emotionale Vernachlässigung in der Kindheit mit unsicheren Bindungsmustern im späteren Leben in Verbindung gebracht werden kann.

Wie Zuneigung gezeigt und kommuniziert wird, ist kulturell und traditionell geprägt. In Österreichs größter Community können solche überlieferten Muster besonders stark verankert sein und den offenen emotionalen Austausch erschweren.

Gleichzeitig ist es möglich, im Erwachsenenalter neue Beziehungsmuster zu entwickeln und einen anderen Umgang mit den eigenen Emotionen zu erlernen.

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KO KOSMO-Redaktion
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