Zadar kämpft fast das ganze Jahr mit zu vielen Autos und zu wenigen Parkplätzen – ein neues Großprojekt soll nun vor allem die Altstadt entlasten.
Die Parkplatzsituation in Zadar ist angespannt. Besonders in den Sommermonaten platzt die Halbinsel aus allen Nähten.
Elvis Perincic, Direktor des städtischen Unternehmens Obala i lučice, beschreibt die Lage als nahezu ganzjährig problematisch – sowohl im Sommer als auch im Winter. Besonders groß ist der Druck auf die Halbinsel: In der Saison kommen zusätzlich zahlreiche Besucher aus den umliegenden Urlaubsorten in die Innenstadt, wodurch nicht nur Parkplätze knapp werden, sondern auch Zufahrten und Kreuzungen überlastet werden.
372 neue Stellplätze
Auf dem Areal Ravnice soll nach dem Abriss und der Räumung bestehender Gebäudereste ein neues Parkplatzareal mit 372 Stellplätzen entstehen. Ergänzend sind sanitäre Anlagen sowie Haltestellen für Taxis und Busse vorgesehen. Monatstickets, die bereits auf anderen von Obala i lučice betriebenen Parkflächen gelten, sollen auch dort akzeptiert werden.
Seit dem 1. Oktober gilt in Zadar wieder der Wintertarif für gebührenpflichtige Parkplätze. In der sogenannten Nullzone auf der Halbinsel stehen 151 Stellplätze zur Verfügung, die in erster Linie für Bewohner vorgesehen sind. Für Bewohner kostet die vergünstigte Parkberechtigung sechs Euro für das erste und 6,90 Euro für das zweite Fahrzeug. Andere Autofahrer dürfen dort derzeit maximal eine Stunde parken. In der ersten Zone kostet eine Stunde im Winter 80 Cent, in der zweiten 50 Cent, in der dritten 40 Cent und in der vierten 30 Cent.
Höhere Preise im Gespräch
Perincic sieht auch bei den Parktarifen Möglichkeiten, den Verkehr stärker zu steuern. Vor allem in der Nullzone hält er die derzeitigen 80 Cent für eine Stunde für zu niedrig. Nicht-Anwohner sollten seiner Ansicht nach dort deutlich mehr bezahlen, damit die besonders knappen Stellplätze schneller wieder frei werden.
Auch günstige Tageskarten sieht er kritisch, weil Autofahrer dadurch wenig Anreiz hätten, ihr Fahrzeug nach kurzer Zeit wieder wegzufahren. Konkrete neue Tarife sind bislang allerdings nicht beschlossen.