Zwei österreichische YouTuber filmten auf einem Militärgelände nahe Belgrad. Nun gibt es Strafanzeigen und Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen.
Das österreichische Außenministerium ist nach eigenen Angaben von serbischen Behörden bislang nicht wegen des Vorfalls kontaktiert worden. Sowohl das Ministerium als auch die österreichische Botschaft in Serbien seien über die Medienberichte informiert, hätten aber keine Informationen zu den Strafanzeigen gegen die beiden österreichischen Staatsbürger erhalten.
Die beiden YouTuber veröffentlichten am 28. September ein Video, in dem sie überfliegende Kampfjets zeigen und anschließend durch Gebüsch auf ein Militärgelände gelangen. Dort filmen sie ausgemusterte Flugzeuge und steigen in einige der Maschinen ein.
Strafanzeigen gegen YouTuber
Am 7. Oktober teilte das serbische Verteidigungsministerium mit, dass Strafanzeigen wegen des unbefugten Betretens eines eingezäunten Bereichs des Militärflughafens Batajnica nahe Belgrad erstattet worden seien.
Nach Angaben des Ministeriums hatten die beiden deutlich angebrachte Warnschilder missachtet.
Die operativen Fähigkeiten der Militäreinheiten seien durch den Vorfall nicht gefährdet gewesen. Das Ministerium erklärte, dass in dem betretenen Bereich keine Aktivitäten stattfinden. Ein Zaun trennt diesen Teil des Geländes vom weiterhin genutzten Flughafenbereich.
Kritik an der Sicherheit
Oppositionsvertreter und einige Militärexperten kritisierten dennoch die Sicherheitsvorkehrungen. Ihrer Einschätzung nach konnten sich unbekannte Personen in unmittelbarer Nähe von Landebahnen und anderen strategisch wichtigen Einrichtungen aufhalten.
Der Militärflughafen Batajnica ist ein zentraler Stützpunkt der serbischen Luftwaffe und Luftverteidigung. Laut Verteidigungsministerium ist das Gelände in mehrere Zonen mit unterschiedlicher Nutzung und Bedeutung unterteilt, nach denen sich die jeweiligen Sicherungsmaßnahmen richten.