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Solidarität

„Free our RaBatman“: Überwältigende Spendenwelle für verurteilten Billa-Kassierer

„Free our RaBatman“: Überwältigende Spendenwelle für verurteilten Billa-Kassierer
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Kassierer, ein Schuldspruch – und eine Welle der Solidarität, die ganz Österreich erfasst hat.

Eine Solidaritätswelle rollt durch Österreich: Für einen verurteilten Billa-Kassierer hat eine Online-Spendenkampagne innerhalb kürzester Zeit mehr als 13.000 Euro eingebracht. Die Spenden gehen mittlerweile teilweise im Minutentakt ein, wobei die bislang höchste Einzelspende bei 300 Euro liegt.

Ein 23-jähriger Kassierer einer Billa-Filiale in Linz wurde vom Landesgericht Linz zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt, nachdem er durch unerlaubte Rabattaktionen einen Schaden von 25.696 Euro verursacht hatte. Als Reaktion auf seine finanzielle Notlage wurde die Spendenkampagne „Free our RaBatman“ ins Leben gerufen.

Psychischer Druck

Hintergrund der Vorfälle ist eine psychische Belastung des jungen Mannes: Er litt unter sozialer Angst und sah sich durch den Druck von Kunden dazu veranlasst, großzügige Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent zu gewähren. Diese Rabatte führten schließlich zur Anklage und zum Schuldspruch vor dem Landesgericht Linz, das neben der Rückzahlung des entstandenen Schadens eine fünfmonatige bedingte Freiheitsstrafe verhängte.

Klare Botschaft

Organisiert wird die Kampagne von Patrick Frewein, der bis Donnerstag 14 Uhr bereits mehr als 13.300 Euro sammeln konnte. Frewein stellt dabei klar, dass die Initiative keine Relativierung der Verantwortung des Kassierers bezwecke, sondern dem jungen Mann eine Perspektive eröffnen solle. Er betont: „Mit 23 Jahren kann eine solche finanzielle Belastung den Start ins Erwachsenenleben über viele Jahre bestimmen.“ Und weiter: „Diese Kampagne soll ihm nicht die Verantwortung für seine Entscheidung abnehmen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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