Nach zwei Bränden in Lamprechtshausen hat das Landesgericht Salzburg zwei Männer verurteilt. Allein beim ersten Feuer entstand ein geschätzter Schaden von 350.000 Euro.
Ein 38-jähriger Österreicher und ein 32-jähriger Staatsbürger von Bosnien und Herzegowina mussten sich am Donnerstag, 8. Oktober 2026, vor dem Landesgericht Salzburg verantworten. Das Verfahren betraf zwei Brände im Dezember 2025 im Salzburger Flachgau.
Feuer in Gartenhütte
Beim ersten Vorfall am 6. Dezember 2025 in Lamprechtshausen entzündeten die beiden Männer Holz in einer Feuerschale und legten anschließend Briketts nach. Danach verließen sie den Ort. Laut Anklage wollten sie sich wegen der Kälte wärmen.
Das Feuer erfasste die Gartenhütte und griff auf ein Carport und Fahrzeuge über. Auch ein Wintergarten wurde beschädigt. Den Schaden dieses Brandes schätzte die Polizei auf rund 350.000 Euro.
Die Feuerwehr verhinderte, dass sich die Flammen auf angrenzende Wohnhäuser ausbreiteten. Zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt, mussten aber nicht ins Spital.
Zweiter Brand
Eine Woche später, am 13. Dezember 2025, brannte eine weitere Gartenhütte in Lamprechtshausen nieder. Laut dem Gerichtsbericht wurde dieser Vorfall dem 38-Jährigen allein zugerechnet. Der Schaden fiel deutlich geringer aus als beim ersten Feuer.
Haft und Bewährung
Der Schöffensenat verurteilte den Österreicher wegen Brandstiftung beim ersten Vorfall und Sachbeschädigung beim zweiten zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft. Dieses Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der 32-jährige Mitangeklagte erhielt 21 Monate bedingte Haft. Sein Urteil ist bereits rechtskräftig.