Ein brennender Tanker, eine getroffene Schiffsschraube – mitten in einer der gefährlichsten Meerengen der Welt eskaliert der Konflikt weiter.
In der Straße von Hormus hat ein US-Kampfjet einen unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker angegriffen. Der Vorfall ereignete sich, nachdem das Schiff versucht hatte, eine Seeblockade gegen den Iran zu durchbrechen.
Nach Angaben der britischen Behörde UKMTO wurde der Tanker von einem „unbekannten Geschoß“ getroffen, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Die Besatzung konnte das Schiff unverletzt verlassen. Über das genaue Ausmaß der Schäden herrschte zunächst Unklarheit.
Blockade gebrochen
Laut dem US-Zentralkommando Centcom war der Grund für den Angriff der Versuch des Schiffes, die gegen den Iran verhängte Seeblockade zu umgehen. Das Heck des Tankers wurde dabei direkt getroffen, was den Antrieb außer Gefecht setzte.
Seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar erschwert der Iran durch gezielte Drohungen und Angriffe auf Schiffe den Verkehr in der Straße von Hormus – mit spürbaren Folgen für den weltweiten wie auch den regionalen Energiemarkt.
Druck in der Region
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Engstellen im globalen Ölhandel. Der Iran verstärkt seit Monaten seinen militärischen Druck in der Region, zuletzt durch einen Angriff der Revolutionsgarde auf einen Flüssiggastanker vor der omanischen Küste.