500 Millionen Euro, ein klares Ziel und ein fixer Starttermin: Österreich macht Ernst mit der Gebäudesanierung.
Die österreichische Bundesregierung hat eine umfassende Sanierungsoffensive angekündigt, die ab 2027 mit einem Gesamtbudget von 500 Millionen Euro die Modernisierung von Wohngebäuden sowie den Umstieg auf erneuerbare Energieträger gezielt fördern soll.
Hausbesitzer in Österreich sollen dabei mit finanziellen Mitteln unterstützt werden, ihre Immobilien auf einen zeitgemäßen energetischen Standard zu bringen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) verbindet die Initiative ausdrücklich mit dem Ziel einer wirtschaftlichen Belebung der heimischen Bauwirtschaft. Das Förderspektrum erstreckt sich von energieeffizienten Fenstern bis hin zu modernen, erneuerbaren Heizungssystemen, wobei der Bund maximal 30 Prozent der anfallenden Investitionskosten übernimmt.
Förderung im Detail
Konkret können Hausbesitzer finanzielle Unterstützung beantragen, wenn sie veraltete Fenster gegen energieeffiziente Modelle austauschen und diese um einen außenliegenden Sonnenschutz ergänzen – die maximale Förderhöhe beträgt dabei 5.000 Euro. Der Startschuss für die Förderung des Heizungstauschs, also den Ersatz alter Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Systeme, fällt bereits am 2. November 2026. Thermische Sanierungsmaßnahmen werden ab dem 4. Jänner 2027 gefördert.
Wirtschaftlicher Impuls
Neben dem klimapolitischen Anspruch verfolgt die Regierung mit der Offensive auch einen wirtschaftspolitischen Impuls. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) formulierte das Ziel dabei in klaren Worten: „Aus Bauplänen sollen volle Auftragsbücher und sichere Jobs werden.“ Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) hob seinerseits die Vorteile einer größeren Unabhängigkeit von Öl und Gas hervor.
Die Maßnahmen sollen sowohl zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen als auch den Energieverbrauch der Haushalte dauerhaft senken. Bundeskanzler Stocker unterstrich dabei den übergeordneten wirtschaftspolitischen Anspruch: „Mein Ziel ist es, unsere Wirtschaft wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zu bringen.“