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Millionenschäden

Cyberangriff auf Supermärkte: Hacker drehen Kühlschränke auf 50 Grad

Cyberangriff auf Supermärkte: Hacker drehen Kühlschränke auf 50 Grad
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kühlanlagen manipuliert, Lebensmittel vernichtet, Millionenschäden erwartet: Ein groß angelegter Cyberangriff trifft Hunderte Supermärkte in Frankreich – möglicherweise auch weitere Länder.

In der Nacht auf Montag haben unbekannte Angreifer die Steuerung von Kühl- und Tiefkühlanlagen in Hunderten französischen Supermärkten manipuliert. Bei betroffenen Intermarché-Filialen wurden die Temperaturen nach Unternehmensangaben rund sechs Stunden lang auf bis zu 50 Grad Celsius erhöht. Frische und tiefgekühlte Lebensmittel mussten daraufhin in großen Mengen entsorgt werden.

Frankreich stimmt sich wegen des Vorfalls auch mit anderen europäischen Staaten ab. Nach Angaben eines Cybersecurity-Analysten sollen ähnliche Auswirkungen auch in Spanien, Portugal, Polen, Deutschland und Belgien festgestellt worden sein. Eine umfassende behördliche Bestätigung für sämtliche dieser Länder liegt bislang jedoch nicht vor.

Millionenschäden erwartet

Betroffen sind mehrere große französische Handelsketten, darunter Intermarché, Netto, Carrefour, Coopérative U, Monoprix und E.Leclerc. Carrefour bestätigte 80 betroffene Märkte, Intermarché zunächst rund 150 Filialen. Spätere Berichte deuten darauf hin, dass innerhalb der betroffenen Handelsgruppen insgesamt noch deutlich mehr Standorte betroffen sein könnten.

Eine endgültige Schadenssumme liegt noch nicht vor. Intermarché-Chef Thierry Cotillard rechnet jedoch landesweit mit Verlusten in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro. Die Pariser Staatsanwaltschaft spricht von einem „groß angelegten“ Cyberangriff und hat Ermittlungen eingeleitet.

Veraltete Software im Fokus

Premierminister Sébastien Lecornu ließ die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI mit der Untersuchung des Angriffs befassen. Nach Angaben aus seinem Umfeld wurde eine Schwachstelle in Steuerungssoftware des dänischen Herstellers Danfoss als möglicher Zugangspunkt identifiziert.

Danfoss bestätigte, dass betroffene Anlagen mit veralteter Firmware betrieben wurden. Das Unternehmen erklärte, seine Kunden seit längerem dazu aufzufordern, unterstützte Systeme auf dem neuesten Softwarestand zu halten und veraltete Anlagen auf neuere Lösungen umzustellen.

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KO KOSMO-Redaktion
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