Wer in Wien derzeit eine neue Mietwohnung sucht, muss vielerorts deutlich tiefer in die Tasche greifen. Besonders stark sind die Angebotsmieten in einigen Bezirken gestiegen – allen voran in der Donaustadt.
Die angebotenen Bruttomieten in Wien sind in den ersten neun Monaten 2026 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um sieben Prozent gestiegen. Der stadtweite Median liegt mittlerweile bei 22,60 Euro pro Quadratmeter. Hinter dem Wiener Gesamtwert verbergen sich allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken.
Starke Bezirksunterschiede
Den stärksten Anstieg verzeichnet die Donaustadt: Im 22. Bezirk stiegen die Angebotsmieten innerhalb eines Jahres um 24 Prozent auf 25,50 Euro pro Quadratmeter. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 20,60 Euro. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern ergibt das rechnerisch eine monatliche Bruttomiete von 1.785 Euro. Damit liegt die Donaustadt inzwischen nahezu auf dem Niveau der Inneren Stadt, wo 25,70 Euro pro Quadratmeter verlangt werden.
Auch in anderen Teilen Wiens sind die Preise deutlich gestiegen. In Rudolfsheim-Fünfhaus legten die Angebotsmieten um 23 Prozent auf 21,10 Euro pro Quadratmeter zu. Mariahilf verzeichnete einen Anstieg von 17 Prozent auf 24 Euro, Ottakring von 14 Prozent auf 22,90 Euro. In Simmering stiegen die Preise um elf Prozent auf 20 Euro pro Quadratmeter, in Floridsdorf um neun Prozent auf 20,10 Euro.
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In einigen Bezirken verlief die Entwicklung allerdings in die andere Richtung. Am stärksten gingen die Angebotsmieten in Neubau zurück: Dort sanken sie um 14 Prozent auf 22,60 Euro pro Quadratmeter. In der Josefstadt wurde ein Minus von fünf Prozent verzeichnet, in Margareten und Hietzing jeweils drei Prozent und in der Brigittenau zwei Prozent.
Wien bleibt am teuersten
Über die gesamte Stadt betrachtet liegt der Median der angebotenen Bruttomieten bei 22,60 Euro pro Quadratmeter. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern ergibt das rechnerisch rund 1.581 Euro pro Monat. Österreichweit liegt der entsprechende Wert bei etwa 1.123 Euro – eine vergleichbare Wohnung kostet in Wien damit rechnerisch rund 458 Euro mehr pro Monat.
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Die Auswertung basiert auf den auf ImmoScout24 veröffentlichten Angeboten aus dem Zeitraum von 1. Jänner bis 30. September 2026 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei den ausgewiesenen Bruttomieten sind Nettomiete, Betriebskosten und Steuern enthalten, Heiz- und Stromkosten hingegen nicht. Als Berechnungsmethode wird der Median verwendet, wodurch einzelne besonders günstige oder besonders teure Angebote das Ergebnis weniger stark verzerren.
Wichtig für Mieterinnen und Mieter: Die Zahlen beziehen sich auf neu angebotene Immobilien am Mietmarkt. Sie bedeuten nicht, dass bestehende Mietverträge automatisch um die genannten Prozentsätze teurer geworden sind.
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