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Sonnenbrand

So entsteht Sonnenbrand und so heilt er schneller

So entsteht Sonnenbrand und so heilt er schneller
(FOTO: iStock/Pattarisara Suvichanarakul)
3 Min. Lesezeit |

Sonnenbrand – eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass die Haut Schutz vor ultravioletter Strahlung benötigt. Vergesslichkeit, erhöhte Hautempfindlichkeit oder unzureichend aufgetragene Sonnencreme können unangenehme Folgen mit sich bringen. Doch wie entsteht ein Sonnenbrand eigentlich und wie kann man die Heilung unterstützen?

Die Dermatologin Debra Jaliman aus New York erklärt, dass Sonnenbrand ein Abwehrmechanismus des Körpers gegen die schädlichen UV-Strahlen der Sonne ist. Wenn die Haut UV-Licht ausgesetzt wird, produziert der Körper Melanin, ein dunkles Pigment, das von Hautzellen, den sogenannten Melanozyten, gebildet wird. Dieses Pigment soll die Haut schützen. Die Menge variiert allerdings von Person zu Person aufgrund genetischer Faktoren. Ist die DNA in den oberen Schichten der Hautzellen aufgrund von übermäßiger UV-Strahlung beschädigt, entsteht ein Sonnenbrand.

Menschen mit heller Haut, Sommersprossen und roten oder hellen Haaren sind generell anfälliger für schwere Sonnenbrände. Jedoch sind alle Hauttypen, von hell bis dunkel, empfänglich für UV-Strahlung. Auch bei bewölktem Himmel ist Vorsicht geboten, da UV-Licht durch Wolken dringen kann.

Hautschälung setzt drei Tage nach dem Sonnenbrand ein

Die Erholungsdauer von Sonnenbrand hängt von dessen Intensität ab. Leichte Verbrennungen, die Schmerzen und Rötungen verursachen, sollten innerhalb von drei bis fünf Tagen abklingen. Bei schwereren Verbrennungen, die Blasenbildung auf der Haut verursachen, kann der Heilungsprozess bis zu 10 Tage dauern. Die Dermatologin Rhonda K. Qlein aus Connecticut erläutert, dass Schmerzen durch Sonnenbrand normalerweise innerhalb von zwei bis sechs Stunden nach der Exposition beginnen und ihren Höhepunkt innerhalb von 24 Stunden erreichen.

Die Hautschälung, die etwa drei Tage nach dem Sonnenbrand einsetzt, ist Teil des Heilungsprozesses. Dr. Jaliman rät davon ab, an der sich schälenden Haut herumzufummeln, um weitere Schäden zu vermeiden. Die Symptome eines Sonnenbrands variieren je nach Schweregrad. Von leichten Verbrennungen mit Rötungen und Schmerzen über Schwellungen und Hitzegefühle bei mäßigem Sonnenbrand bis hin zu extrem roten und schmerzhaften Blasen bei schweren Verbrennungen.

Fieber in Verbindung mit Sonnenbrand sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden, da in schweren Fällen eine übermäßige UV-Strahlenexposition zu Schock, Dehydration oder Hitzschlag führen kann. Dr. Jaliman warnt auch vor möglichen Infektionen in den Blasen, die ärztliche Intervention erfordern könnten.

Spaziergänge am späten Nachmittag

Um die Heilung der geschädigten und sich schälenden Haut zu beschleunigen, empfiehlt Dr. Jaliman das Anlegen von kalten Kompressen und das Auftragen von Feuchtigkeitscreme oder Vaseline. Sie fügt hinzu, dass es wichtig ist, ausreichend Wasser zu trinken und Sonnenexposition zu vermeiden, bis die Haut vollständig geheilt ist. Aloe-Creme kann beruhigend wirken, und bei Entzündungen und Juckreiz kann nach Rücksprache mit einem Dermatologen eine Hydrokortisoncreme angewendet werden.

Ein besonderer Tipp von Dr. Jaliman: Nach der Heilung sollte die junge Haut vorerst nicht der Sonne ausgesetzt werden. Erst später sind Spaziergänge am späten Nachmittag vor Sonnenuntergang erlaubt, wobei Sonnenschutzcreme, Mütze oder Hut unerlässlich sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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