Eine neue Studie des Focus-Instituts fängt die Urlaubslust der Alpenrepublikler ein und zeichnet ein Bild der bevorstehenden Reisesaison. In der Online-Umfrage wurden 502 Personen zu ihren Sommerplänen, Zieldestinationen und Buchungsvorlieben befragt.

Jung und alt im Reisefieber
Mit einer beeindruckenden Quote von 87 Prozent plant die Mehrheit der Bevölkerung, im Sommer die Koffer zu packen. Besonders die jüngere Generation spürt den Lockruf der Ferne stärker. Wobei erst 38 Prozent ihre Träume in feste Buchungen umgewandelt haben. Ein Trend, der auch die traditionellen Buchungsmuster abzubilden scheint. Denn nur ein Drittel sichert sich seine Auszeit mehr als drei Monate im Voraus. Die Mehrheit hält sich zurück, bevorzugt spontanere Entscheidungen zwei bis drei Monate oder sogar innerhalb eines Monats vor dem Start in die Erholung. Ein kleiner, doch entschlossener Anteil von 8 Prozent lässt die Planung gänzlich offen.
Klicken statt Koffer packen
Die Art und Weise, wie Reisen gebucht werden, hat sich weiter in das Digitale verschoben. Online-Plattformen wie Booking.com oder Skyscanner sind mittlerweile die Anlaufstellen der Wahl, ein klarer Indikator für die digitale Affinität der jüngeren Generationen. Doch auch die Direktbuchung bei Hotels und Quartieren bleibt beliebt. Ganz traditionell gibt ein Fünftel der Befragten an, für die Reiseplanung persönlichen Service in Reisebüros zu schätzen.
Vom Alpenpanorama zur Adria
Österreich selbst bleibt ein beliebtes Urlaubsziel und wird diesen Sommer von 15 Prozent derer, die bereits gebucht haben, bevorzugt. Ein ebenso großer Anteil zieht es ans Meer, nach Kroatien – das Land behauptet sich an der Spitze der internationalen Urlaubswünsche. Auf den Plätzen folgen Italien und Griechenland, dicht gefolgt von der Türkei. Für die Unentschlossenen führt Österreich das Ranking der potenziellen Urlaubsorte an, doch Italien, Kroatien und Griechenland liegen auch hier auf den vorderen Plätzen, während Spanien mit seinen Inselgruppen zur aufholenden Konkurrenz avanciert.
Reiseziel
Die Wahl des Transportmittels ist ebenfalls eindeutig: Das Auto steht mit 57 Prozent an erster Stelle, dicht gefolgt vom Flugzeug. Die umweltfreundlichere Option, der Zug, wird von einem beachtlichen Viertel genutzt, während Busreisen und alternative Fortbewegungsmittel wie Schiffe, Motorräder oder Wohnmobile vereinzelt genannt wurden. Ein Blick zurück zeigt, dass auch im vergangenen Jahr die Heimat beliebtestes Reiseziel war und sowohl Italien als auch Kroatien und Griechenland hohe Gunst genossen. Eine nicht zu vernachlässigende Gruppe von 13 Prozent verzichtete 2023 völlig auf eine Sommerreise.
