Wer seinen Arbeitsalltag mit südlichem Flair würzen möchte, für den hält Italien nun ein verlockendes Angebot bereit. Ein spezielles Visum ermöglicht es ab sofort auch Personen außerhalb der Europäischen Union und der Schweiz, ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in das Land des „Dolce Vita“ zu verlagern. Doch bevor man den Laptop unter Olivenbäumen aufklappt, sind finanzielle und berufliche Kriterien zu erfüllen.

Expertise und Einkommen
Hochqualifizierte Fachkräfte stehen im Fokus des neuen Visums, das eine jährliche Mindesteinkommensgrenze von 28.000 Euro fordert. Zudem muss eine mindestens halbjährige Berufserfahrung im Home Office sowie ein akademischer Abschluss oder eine berufliche Lizenz nachgewiesen werden, die in direktem Zusammenhang mit der Remote-Tätigkeit steht.
Notwendige Formalitaten
Die administrative Seite des Umzugs nach Italien bedingt weitere Schritte. Eine Krankenversicherung für die Dauer des Aufenthalts und ein Nachweis über eine Wohnmöglichkeit sind ebenso erforderlich wie eine Bestätigung des Arbeitgebers über die Fernarbeit. Wer in den letzten fünf Jahren strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, wird von der Vergabe des Visums ausgeschlossen. Das Visum ist auf ein Jahr befristet, bietet jedoch die Option auf Verlängerung und beinhaltet die Möglichkeit, Familienmitglieder mitzunehmen.
Bodenständige Anreize
Italienische Regionen abseits der Metropolen reagieren auf Bevölkerungsschwund und wirtschaftliche Stagnation mit kreativen Ideen. So locken sie Auswanderungswillige mit günstigen Angeboten für sanierungsbedürftige Immobilien. Das Visum für digitale Nomaden soll nun zusätzlich das lokale Wachstum beflügeln und somit die ländlichen Gegenden Italiens wiederbeleben.
Steuerliche Überlegungen für US-Burger
Jedoch ist Vorsicht geboten, besonders für US-Amerikaner, die den Schritt wagen wollen: Die Vereinigten Staaten gehören zu den wenigen Landern, die von ihren Bürgern weltweit Steuern einfordern, selbst wenn diese im Ausland leben. In Italien selbst bewegt sich die Steuerlast zwischen 23 und 43 Prozent – ein Aspekt, der bei der Finanzplanung sicherlich eine Rolle spielt.
