An Tirols höchstem Wasserfall endet eine Alpinausbildung tragisch – seither läuft eine Großsuche gegen die Zeit.
Gegen Mittag kam es im Rahmen einer Alpinausbildung zu einem schweren Unfall. Die 34-jährige Frau wollte die Seilbrücke über den Stuibenfall passieren, als sie aus noch nicht geklärter Ursache den Halt verlor und in den Wasserfall stürzte. Der Stuibenfall bei Umhausen ist mit einer Fallhöhe von 159 Metern in zwei Stufen der höchste Wasserfall Tirols. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, ist Gegenstand laufender Ermittlungen, die von der Alpinpolizei der Landespolizeidirektion Tirol geführt werden.
Großangelegte Suche
Noch kurz nach dem Absturz wurde eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet. Zunächst konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf den unmittelbaren Bereich des Wasserfalls. Da die Frau möglicherweise von der Strömung erfasst und mitgerissen wurde, erstreckt sich die Suche inzwischen auch auf die Ötztaler Ache.
Im Einsatz stehen die Wasserrettung, die Bergrettung Umhausen, Wasserretter aus Innsbruck und Landeck, die Freiwillige Feuerwehr Umhausen sowie ein Polizeihubschrauber. Die starke Strömung und die allgemein schwierigen Verhältnisse stellen die Einsatzkräfte vor erhebliche Herausforderungen. Die Suchmaßnahmen sind weiterhin im Gange.