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AK Wien fordert Ende von befristeten Mietverträgen

(FOTO: Arbeiterkammer Wien)
(FOTO: Arbeiterkammer Wien)

Nach einer aktuellen Berechnung der Arbeiterkammer Wien sind die Monatsmieten bei befristeten Mietverträgen im Durchschnitt um 130 Euro pro Monat höher im Vergleich zu unbefristeten Mietverträgen. Daher fordert die AK Wien, dass “zumindest Immobilienunternehmen und anderen Groß-Vermietern” die Befristung von Mietverträgen untersagt wird.

Für Mietverträge zwischen Privatpersonen soll es Ausnahmen geben, private Vermieter sollen jedoch nicht mehr als eine Wohnung befristet vermieten dürfen. Befristete Mietverträge begünstigen die Vermieter, weil sie sich auf diese Weise für den Fall, dass der Mieter den Mietzins nicht zahlen kann oder die Wohnung unsachgemäß verwendet, absichern können.

Nach der Berechnung, die die Arbeiterkammer auf Grund der Daten der Volkszählung aus 2021 angestellt hat, handelt es sich fast bei der Hälfte der Mietverhältnisse um befristete Mietverträge. Jede Verlängerung des Mietvertrages werde von Vermietern zur Erhöhung des Mietzinses genutzt, schätzt Wohnrechtsexperte der AK Lukas Bäumer.

“In ohnehin schwierigen Zeiten erschweren befristete Mietverträge zusätzlich die Lebensplanung”, erklärt der AK-Wohnrechtsexperte.

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