Digitale Identität auf Erfolgskurs: Bereits vier Millionen Österreicher nutzen die ID Austria, während das Servicenetz rasant wächst und nun zwei Drittel aller Gemeinden umfasst.
Die ID Austria verzeichnet einen deutlichen Ausbau ihrer Verfügbarkeit. Das digitale Identifikationssystem, das sowohl als Online-Ausweis dient als auch für behördliche Angelegenheiten im Internet genutzt werden kann, erfreut sich bereits bei mehr als vier Millionen Österreicherinnen und Österreichern großer Beliebtheit. Langfristig soll die gesamte Bevölkerung erreicht werden, wobei bis zum Jahr 2030 ein Anstieg auf neun Millionen Nutzer angestrebt wird.
Eine landesweite Informations- und Servicekampagne soll noch bis zum Jahresende zur Erreichung dieses Ziels beitragen. Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) betonte in einer Aussendung: „Die Menschen wollen digitale Services einfach, sicher und überall nutzen können. Das zeigt die enorme Nachfrage, die wir bei der ID Austria-Servicetour erleben.“ Aufgrund der hohen Akzeptanz werde die Infrastruktur für die Registrierung gemeinsam mit Ländern und Gemeinden weiter ausgebaut.
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Kommunale Anlaufstellen
Die Möglichkeiten zur Registrierung für die ID Austria werden deutlich erweitert. Wie das Bundeskanzleramt mitteilte, sind nun 509 weitere Gemeinden zur Ausstellung der digitalen Identität berechtigt. Damit fungieren insgesamt 1.350 Kommunen – etwa zwei Drittel aller österreichischen Gemeinden – als offizielle Anlaufstellen.
Im Rahmen der Servicetour können Interessierte die ID Austria kostenlos beantragen und erhalten zusätzlich persönliche Beratung sowie Informationen zur begleitenden Anwendung. Vor Ort wird auch die Einrichtung auf dem Smartphone unterstützt. Wichtig zu beachten: Die Registrierung ist nur für Einwohnerinnen und Einwohner der jeweiligen Gemeinde möglich, und ein österreichischer Personalausweis oder Reisepass muss vorgelegt werden.
Auch Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft können die ID Austria beantragen, allerdings nur in ausgewählten Gemeinden, deren Anzahl sich nun um 97 neue Standorte erhöht hat. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl (ÖVP) unterstrich die wichtige Rolle der lokalen Verwaltung: „Die Gemeinden bilden die Brücke zwischen digitaler Verwaltung und realem Leben.“
Anmeldeprozess
Die Beantragung der ID Austria muss grundsätzlich bei einer Behörde erfolgen. Neben den Gemeinden stehen dafür auch Passbehörden, Landespolizeidirektionen, Finanzämter und Magistrate zur Verfügung. Für die Anmeldung werden ein amtlicher Lichtbildausweis, ein Smartphone und gegebenenfalls ein aktuelles Passfoto benötigt.
Die Behörde stellt anschließend einen Freischaltcode aus. Während Sozialversicherungen beispielsweise eine ID Austria mit Basisfunktion ausstellen können, ist für die Vollversion ein persönlicher Behördengang erforderlich.
Bei einer Anmeldung wird das Vorgängersystem Handy-Signatur automatisch auf die neue digitale Identität umgestellt.