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Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit steigt um 2,3 Prozent – Frauen trifft es besonders

Arbeitslosigkeit steigt um 2,3 Prozent – Frauen trifft es besonders
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Österreichs Arbeitsmarkt zeigt ein gespaltenes Bild – und eine Gruppe trifft es im August besonders hart.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) verzeichnete im August einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt waren damit 375.730 Personen arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulungsmaßnahmen. Die nationale Arbeitslosenquote stieg in der Folge um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.

Frauen besonders betroffen

Während die Arbeitslosigkeit bei Männern um 0,8 Prozent zurückging, kletterte sie bei Frauen um 5,8 Prozent nach oben. Als zentralen Grund für diese gegenläufige Entwicklung nennt AMS-Vorständin Petra Draxl die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen. Seit 1. Jänner 2024 wird das Regelpensionsalter für Frauen von 60 auf 65 Jahre angehoben und bis zum Jahr 2033 vollständig an das Männerpensionsalter von 65 Jahren angeglichen. Für Frauen der Geburtsjahrgänge 1964 bis 1968 steigt das Pensionsantrittsalter dabei in Jahresschritten jeweils um ein halbes Jahr.

Hinzu komme, dass die Arbeitslosigkeit in jenen Branchen, in denen Frauen traditionell stark vertreten sind – etwa im Gesundheitswesen und im Handel – merklich stärker zugenommen habe als in anderen Wirtschaftsbereichen.

Neue Zielvorgaben

Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hat auf diese Entwicklung mit neuen arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben reagiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Frauen, Jugendliche sowie zugewanderte Personen, die künftig verstärkt in den Fokus entsprechender Maßnahmen rücken sollen.

Von der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt sind auch Menschen mit Wurzeln in den bosnisch-kroatisch-serbischsprachigen Ländern betroffen, die häufig in den besonders hart getroffenen Branchen beschäftigt sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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