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Pendler-Albtraum

Bahn-Chaos droht: Diese Strecke wird monatelang lahmgelegt

Bahn-Chaos droht: Diese Strecke wird monatelang lahmgelegt
FOTO: ÖBB
3 Min. Lesezeit |

Bahnreisende müssen sich auf massive Einschränkungen im Zugverkehr zwischen Österreich und Deutschland einstellen. Die wichtigste Bahnverbindung des Landes wird von erheblichen Baumaßnahmen betroffen sein.

Besonders gravierend wird die vollständige Sperrung der Strecke zwischen Salzburg und Kufstein von Februar bis Juli 2027. Reisende auf der Route zwischen Wien und Bregenz oder Zürich müssen dann mit Umleitungen über Bischofshofen rechnen, was die Fahrzeit um etwa 90 Minuten verlängert.

Der Vorstandsvorsitzende der ÖBB, Andreas Mattha, betont die Notwendigkeit der Baumaßnahmen: „Die Investitionen der Deutschen Bahn sind wichtig für die Zukunft.“ Gleichzeitig räumt er ein, dass die Auswirkungen unmittelbar spürbar sein werden: „Wir werden diese direkt als Baustellen mit Verkehrseinschränkungen spüren.“ Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die Modernisierung der Strecke Passau–Nürnberg zu Verzögerungen führen. Die ÖBB rechnet hier mit zusätzlichen Fahrzeiten von bis zu 30 Minuten.

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Salzburger Einschränkungen

Laut Kurier werden in Salzburg 18 Fernverkehrsverbindungen gestrichen, um den Nahverkehr weitgehend aufrechterhalten zu können. Diese Maßnahme wirkt sich auch auf Fahrgäste in Oberösterreich aus. Die Verbindung Salzburg–Linz bzw. Wels wird gezielt entlastet, wobei Pendler Priorität erhalten sollen. Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnoll (ÖVP) warnt: „Da die Kapazität der zweigleisigen Strecke den Bedarf nicht abdecken kann, wird es zu Einschränkungen kommen.“ Er plädiert dafür, den Nahverkehr trotz der Bauarbeiten funktionsfähig zu halten.

Die veraltete Infrastruktur in Süddeutschland verursacht bereits jetzt regelmäßig Probleme auf der österreichischen Weststrecke. Die ÖBB weist darauf hin, dass Salzburg als Bahnknotenpunkt besonders stark betroffen ist. Immer wieder kommt es zu kurzfristigen Streckensperrungen oder Umleitungen aufgrund von Bauarbeiten der Deutschen Bahn.

Kommende Sperrungen

Eine erste Bewährungsprobe steht schon bald bevor: Vom 2. bis 18. August 2025 werden Teile des Deutschen Ecks (Bahnstrecke durch deutsches Gebiet zwischen Salzburg und Kufstein) von der Deutschen Bahn gesperrt. Die Westbahn reagiert mit Schienenersatzverkehr, während die ÖBB Teile des Fernverkehrs weiträumig umleitet oder Busersatzverkehr einsetzt. Der Sommer 2027 wird jedoch zur eigentlichen Herausforderung: Die sechsmonatige Vollsperrung der Strecke über das Deutsche Eck macht die Ausweichroute im Flachgau zur permanenten Bauzone.

Nach Angaben der ÖBB wird die dortige Infrastruktur „rund um die Uhr ausgelastet“ sein.

Alternativen für Reisende

Die ÖBB und WESTbahn bereiten sich intensiv auf die Sperrperiode vor. Ab Spätsommer 2025 sollen Fahrgäste gezielt über neue Fahrzeiten und Ersatzverbindungen informiert werden. Während der Hauptsperrung zwischen Salzburg und Kufstein wird ein umfangreiches Schienenersatzverkehrsnetz eingerichtet. Beide Bahnunternehmen planen zusätzliche Kapazitäten auf den Umleitungsstrecken.

Trotz aller Bemühungen betont die ÖBB, dass physische Kapazitätsgrenzen bestehen: „Nicht alle Verbindungen können aufrechterhalten werden. Wir müssen priorisieren und haben uns entschieden, den Nahverkehr für Pendler so weit wie möglich zu gewährleisten“, erklärt ein ÖBB-Sprecher.

Wirtschaftliche Folgen

Neben dem Personenverkehr trifft die Sperrung auch den Güterverkehr massiv. Täglich bis zu 140 Güterzüge müssen umgeleitet werden. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren, sind Vertreter aus Politik, Industrie und Wirtschaftskammer in die Planungen eingebunden. Das gemeinsame Ziel: Die Versorgungssicherheit und Erreichbarkeit der betroffenen Regionen soll auch während der Bauphase möglichst stabil bleiben.

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KO KOSMO-Redaktion
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