
Die Altstadt am Berg
Im Groben kann man sagen: Ulcinj ist unter den montenegrinischen Küstenstädten das albanische Pendant zum mehrheitlich serbischen Herceg Novi.
Das gilt nicht nur ethnisch.
Ulcinj hat wie Herceg Novi seine Altstadt am Berg. In Ulcinj ist die Altstadt in die alte Festung integriert.

Hier merkt man, dass es der südlichen Kleinstadt finanziell schlechter geht als ihrem nördlichen Pendant.
Es ist noch nicht alles so gut renoviert wie in Herceg Novi.

Es gibt hier auch keinen öffentlichen Verkehr, ausgenommen die Shuttlebusse zur Velika Plaža, dem Großen Strand.
In Herceg Novi gibt es immerhin eine städtische Buslinie.
Die relative Armut der Tourismusstadt hat sicher damit zu tun, dass die meisten Gäste hier aus vergleichsweise ärmeren Regionen kommen.
Es sind überwiegend Kosovo-Albaner. In Herceg Novi sind es Serben, mit doch etlichen Ukrainern und Russen – die man in Ulcinj deutlich seltener sieht.

Entsprechend billiger ist Ulcinj auch in der Regel.
Eine Goldbrasse kriegt man hier um 12 bis 14 Euro. In Herceg Novi geht das kaum unter 18.
Dass es vergleichsweise wenige internationale Touristen im äußersten Süden Montenegros gibt, überrascht.
Im Gemeindegebiet liegt der Große Strand. Der ist mit 13 Kilometern der größte Sandstrand der östlichen Adria.
Übrigens auch das ein Unterschied zu Herceg Novi. Dort gibt es eine Handvoll Schotterstrände zwischen den Felsstränden, die sonst an der östlichen Adriaküste üblich sind.
Im Gegensatz zu Herceg Novi hat Ulcinj auch ein Partisanendenkmal, das von der ganzen Bucht aus sichtbar ist.
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