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Verkehrsbehinderung

Balkanroute im Ausnahmezustand: M1 Richtung Budapest kostet aktuell Nerven

Balkanroute im Ausnahmezustand: M1 Richtung Budapest kostet aktuell Nerven
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Auf der ungarischen M1 müssen Autofahrer in Richtung Budapest derzeit mit stockendem Verkehr und abschnittsweisen Staus rechnen. Besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen Tatabánya und Biatorbágy.

Auf einer der wichtigsten Reiserouten von Österreich über Ungarn in Richtung Serbien ist die Verkehrslage am Freitag angespannt. Nach Angaben des ungarischen Verkehrsdienstes Útinform wird der Verkehr auf der M1 zwischen Tatabánya und Biatorbágy großräumig durch eine Baustellenführung geleitet.

Besonders langsam geht es auf der äußeren Fahrspur zwischen Tatabánya und Szárliget voran. Dort kommt es immer wieder zu stockendem Verkehr und abschnittsweisen Rückstaus. Auf der auf die Gegenfahrbahn verlegten inneren Spur konnte der Verkehr am späten Vormittag hingegen noch weitgehend kontinuierlich fließen.

Großbaustelle als Hauptursache

Hinter den Behinderungen steht der umfassende Ausbau der M1. Zwischen dem Budapester Autobahnring M0 und dem Rastplatz Concó wird die Autobahn auf einer Länge von rund 78 Kilometern erweitert. Im Zuge des Projekts müssen auch zahlreiche Anschlussstellen, Rastplätze sowie insgesamt 72 Über- und Unterführungen neu errichtet oder angepasst werden.

Die Baustellenführung ist deshalb über weite Strecken eng und unübersichtlich. Fahrbahnen werden verschwenkt, einzelne Spuren auf die Gegenfahrbahn verlegt und die Geschwindigkeit deutlich reduziert. Schon kleinere Pannen oder Unfälle können unter diesen Bedingungen innerhalb kurzer Zeit kilometerlange Staus verursachen.

Für Freitag ist zudem die Ausfahrt an der Anschlussstelle Herceghalom in Richtung Budapest gesperrt. Der ungarische Autobahnbetreiber MKIF warnt generell vor Geschwindigkeitsbeschränkungen und weiteren kurzfristigen Änderungen in den Baustellenbereichen.

Kein vollständiger Stillstand auf der gesamten M1

Nach der jüngsten verfügbaren Verkehrsmeldung ist die Autobahn in Richtung Budapest weiterhin befahrbar. Von einer vollständigen Sperre oder einem durchgehenden Stillstand auf der gesamten Strecke ist nicht die Rede. Mit erheblichen Zeitverlusten muss jedoch vor allem zwischen Tatabánya, Szárliget, Bicske und Biatorbágy gerechnet werden.

Reisende aus Österreich, die über Budapest und die M5 weiter nach Serbien fahren, sollten zusätzliche Fahrzeit einplanen. Besonders am Freitagnachmittag kann sich die Lage durch den starken Urlaubs- und Transitverkehr weiter verschärfen. Vor der Abfahrt und während der Fahrt empfiehlt sich daher die laufende Kontrolle der Echtzeitdaten von Útinform, Waze oder der verwendeten Navigations-App.

Stand: Freitag, 17. Juli 2026, 13.30 Uhr. Die Verkehrslage kann sich kurzfristig ändern.

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KO KOSMO-Redaktion
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