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Konsequenzen

Beleidigungen und Störungen: Geldstrafen nach Thompson-Auftritt verhängt

Beleidigungen und Störungen: Geldstrafen nach Thompson-Auftritt verhängt
Thompson-Konzert
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Thompson-Konzert in Zagreb folgen die Konsequenzen: 17 Personen wurden wegen Ordnungswidrigkeiten belangt, während die Polizei weitere Ermittlungen durchführt.

Das Gemeindegericht für Ordnungswidrigkeiten in Zagreb hat bestätigt, dass am 6. Juli 2025 – einen Tag nach dem Konzert des umstrittenen Musikers Marko Perkovic Thompson – insgesamt 17 Personen eingeliefert wurden. Wie das Portal 24sata erfuhr, wurden die Betroffenen wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Beleidigung von Polizeibeamten während und nach der Veranstaltung festgenommen. Die Verstöße beziehen sich konkret auf die Artikel 6 und 17 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten gegen die öffentliche Ordnung. Laut Gericht sind mittlerweile alle Verfahren abgeschlossen und entsprechende Geldstrafen verhängt worden.

Während des Konzerts wurden zahlreiche problematische Symbole und Gesten dokumentiert, darunter der Ustaša-Gruß „Za dom spremni“ („Für die Heimat – bereit!“), der als pro-nazistisch gilt und auf das faschistische Ustaša-Regime während des Zweiten Weltkriegs zurückgeht. Mehrere Konzertbesucher zeigten diesen Gruß offen. Thompson selbst begann einen seiner bekanntesten Songs mit dieser Parole, was in Kroatien als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird, bei seinen Auftritten jedoch bislang von Gerichten toleriert wurde.

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Laufende Ermittlungen

Die Zagreber Polizeibehörde führt parallel dazu in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion weitere Ermittlungen durch. Diese wurden unmittelbar nach den ersten Medienberichten eingeleitet und stützen sich zusätzlich auf polizeieigenes Videomaterial. Im Fokus stehen mehrere Personen, denen vorwiegend Verstöße gegen Artikel 5 Absatz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten gegen die öffentliche Ordnung sowie Straftaten nach Artikel 325 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs zur Last gelegt werden.

Die ersten Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden bereits in die Wege geleitet, wie die Zagreber Polizei heute mitteilte. Die Behörden versicherten, dass sie die Ermittlungen fortsetzen und weitere Verfahren einleiten werden, sobald ausreichende Beweise für rechtswidrige Handlungen vorliegen.

Die Verwendung solcher Symbole und Parolen ist in der kroatischen Gesellschaft hoch umstritten. Während sie von manchen als Ausdruck nationaler Identität verstanden werden, sehen andere darin eine Verherrlichung faschistischer Ideologie und eine Provokation gegenüber Minderheiten und Nachbarstaaten. Thompson-Konzerte sind daher regelmäßig Gegenstand öffentlicher Debatten und behördlicher Aufmerksamkeit.

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KO KOSMO-Redaktion
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