Ein 34-jähriger Slowake steht im Verdacht, als Teil einer Betrügerbande Seniorinnen um etwa 90.000 Euro erleichtert zu haben. Dieser soll sich nach Angaben der Polizei im März und April als Kurier für die betrügerischen Transaktionen im Raum Gänserndorf und Melk beteiligt haben. Der mutmaßliche Täter wurde vergangene Woche in Wien verhaftet, wie die Exekutive berichtete. Trotz seiner Inhaftierung in der Justizanstalt Wien-Josefstadt wehrt sich der Beschuldigte gegen die Vorwürfe: Er beteuert seine Unschuld.

Opfer im hohen Alter gezielt ausgesucht
Die Betrugsstrategie der Bande zielte darauf ab, vorrangig ältere Damen zu täuschen. Ein Mitglied der Gruppe rief die auserwählten Opfer an. Er gab sich als Beamter der Polizei oder als Staatsanwalt aus. Danach behauptete er, ein nahestehendes Familienmitglied der Angerufenen wäre in einen schweren Verkehrsunfall involviert gewesen. Mit dem Hinweis, ohne eine hohe Kaution würde dem Angehörigen Gefängnis drohen, forderten die Täter Bargeld oder Wertsachen. Dieser perfide Trick führte zu zwei vollendeten Taten und einem versuchten Betrug.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Im Zuge der Ermittlungen hat die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) Lichtbilder des Verdächtigen veröffentlicht. Die Ermittlungsbehörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder Hinweise geben kann, wird ersucht, sich beim Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-3333 zu melden.
Die Schadenssumme von rund 90.000 Euro verdeutlicht das enorme Ausmaß des Betrugs und die Notwendigkeit, gerade ältere Menschen über solche Betrugsmaschen aufzuklären. Die Aufklärungsarbeit und die Präsenz der Polizei sind entscheidend, um die Bürger vor solchen kriminellen Aktivitäten zu schützen.
Präventionstipps
- Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – legen Sie auf!
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis.
- Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte.
- Halten Sie Rücksprache mit Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld.
- Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst.
- Kontaktieren Sie die Notrufnummer 133 und fragen Sie nach, ob es diese Polizistin oder diesen Polizisten wirklich gibt.
Quelle: LPD NÖ
