Wodka statt Cockpit-Disziplin: Ein Abend in Barbados brachte eine British-Airways-Crew zu Fall – mit Folgen für 336 Passagiere.
In einem Luxusresort auf Barbados nahm der Abend für eine British-Airways-Besatzung eine Wendung, die am nächsten Tag 336 Passagiere am Boden ließ: Mehrere Crewmitglieder hatten sich in den Stunden vor dem geplanten Abflug derart betrunken, dass sie schlicht nicht diensttauglich waren. Eine Flugbegleiterin erbrach sich noch in der Hotelbar, ein Steward musste von anderen in sein Zimmer gebracht werden.
Der Flug BA254 war für den Sonntag, 5. Juli 2026, angesetzt und sollte die Passagiere von Barbados direkt nach London-Heathrow bringen. Stattdessen warteten die 336 Reisenden am Terminal – vergeblich. Das Flugzeug blieb am Boden, nachdem bekannt wurde, dass Teile der Besatzung nur wenige Stunden vor dem Start an einer ausschweifenden Feier teilgenommen hatten.
Unkontrolliertes Gelage
Was als geselliger Abend begann, soll sich rasch zu einem unkontrollierten Gelage entwickelt haben. In einem Luxushotel auf Barbados wurden zunächst Drinks gereicht, doch mit zunehmenden Mengen an Wodka und Bier verlor die Gruppe offenbar jedes Maß. Andere Hotelgäste zeigten sich so irritiert über das Verhalten der Gruppe, dass sie begannen, die Szenen zu filmen.
Auf Vorhaltungen reagierten die Crewmitglieder laut Berichten unbeeindruckt: „Wir sind British-Airways-Crew – na und?“, sollen sie den Umstehenden lallend entgegnet haben. Die Folgen des Abends ließen sich am nächsten Morgen nicht verbergen: Eine Flugbegleiterin hatte sich noch in der Bar übergeben, ein Steward war zusammengebrochen und musste auf sein Zimmer gebracht werden. British Airways zog daraufhin die gesamte Besatzung vom Einsatz ab.
Suspendierung & Kosten
Die Airline bestätigte, dass der Vorfall intern untersucht wird. In einer Stellungnahme hieß es: „Wir erwarten von unserer Crew höchste Standards und untersuchen diesen Vorfall mit Hochdruck.“ Vier Flugbegleiter wurden vorläufig vom Dienst suspendiert und mussten die Rückreise nach Großbritannien als gewöhnliche Passagiere auf anderen Flügen antreten.
Ersatzflug und Entschädigungsleistungen für die betroffenen Passagiere könnten sich auf mehrere Hunderttausend Pfund summieren.