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Hitzeschutz

Bis zu 1.500 Euro: Stadt Wien zahlt jetzt für Jalousien & Markisen

Bis zu 1.500 Euro: Stadt Wien zahlt jetzt für Jalousien & Markisen
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Während die Hitze in Wien zurückkehrt, greift die Stadt den Bewohnern finanziell unter die Arme. Für außenliegende Sonnenschutzsysteme gibt es bis zu 1.500 Euro Zuschuss.

Mit dem Beginn der Sommersaison rücken erneut Temperaturen über 30 Grad näher. Um Überhitzung in Wiener Mehrparteienhäusern entgegenzuwirken, bietet die Stadt finanzielle Unterstützung für die nachträgliche Installation von außenliegenden Sonnenschutzsystemen wie Rollläden an. Die Förderung deckt die Hälfte der entstehenden Kosten ab, maximal jedoch 1.500 Euro. Seit Einführung der Maßnahme im Jahr 2020 wurden bereits mehr als 18.000 Anträge bewilligt und Fördermittel von über 20 Millionen Euro ausgezahlt.

„Viele Wienerinnen und Wiener beschäftigt die Frage, wie sie auch während zunehmender Hitzeperioden ein angenehmes Wohnklima bewahren können. Daher unterstützt die Stadt Wien gezielt die Nachrüstung mit Rollläden, Jalousien und Fassadenmarkisen als wirksame und nachhaltige Lösung für bessere Lebensqualität. Die außenliegenden Sonnenschutzelemente tragen unmittelbar dazu bei, ein behagliches und gesundes Raumklima zu schaffen und gleichzeitig Energie einzusparen“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

⇢ Kampf gegen Hitze: 1.500 Euro Zuschuss für Jalousien

Förderungsdetails

Die Förderung können alle Personen beantragen, die als Eigentümer, Mieter oder Nutzungsberechtigte ihren Hauptwohnsitz in einer Wohnung eines mehrgeschossigen Gebäudes in Wien haben. Mieter müssen vor der Installation die Einwilligung des Hauseigentümers einholen. Die eingereichte Rechnung für die Sonnenschutzvorrichtung darf nicht älter als sechs Monate sein.

Förderfähig sind außen angebrachte Rollläden, Lamellenbehänge bzw. Jalousien sowie vertikale Fassadenmarkisen und Fensterläden, die nachweislich die Innenraumtemperaturen senken können.

Eine wichtige Neuerung: Mit Inkrafttreten der Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung 2024 entfällt die bisherige Altersbeschränkung für Bestandsgebäude, was das Antragsverfahren vereinfacht.

Förderungen auch in anderen Bundesländern

Das Wiener Modell steht nicht allein. Auch andere österreichische Bundesländer haben die Notwendigkeit von Sonnenschutzsystemen erkannt und bieten entsprechende Unterstützung an. In Niederösterreich etwa ist im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen ein Annuitätenzuschuss von 4 Prozent über einen Zeitraum von zehn Jahren möglich. Das Burgenland unterstützt die Nachrüstung passiver Sonnenschutzeinrichtungen durch zinsgünstige Langzeitdarlehen.

Besonders attraktiv gestaltet sich das Förderprogramm in Oberösterreich, wo für den kombinierten Einbau von Fenstern mit Sonnenschutz ein einmaliger Zuschuss von bis zu 1.000 Euro pro Wohnung gewährt wird. Die meisten Programme setzen auf den Kombinationseffekt aus verbesserter Wohnqualität und Energieeinsparung.

Die Effektivität dieser Maßnahmen belegen aktuelle Studien: Außenliegende Sonnenschutzsysteme können die Kühllast in Innenräumen während der Sommermonate um bis zu 80 Prozent reduzieren. Dies trägt nicht nur zur Senkung von Energiekosten bei, sondern verbessert auch das Raumklima erheblich – ein Aspekt, der besonders in dicht besiedelten urbanen Gebieten immer wichtiger wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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