Wiens berühmte Riesenschleife an der Kärntner Straße sorgt für Chaos. Die beliebte Weihnachtsdekoration lockt so viele Foto-Jäger an, dass die Polizei einschreiten musste.
Der Ansturm auf die rote Riesenschleife an der Kärntner Straße in Wien-Innere Stadt erreichte solche Ausmaße, dass polizeiliche Intervention nötig wurde. Die imposante Weihnachtsdekoration, die seit Jahren das Stadtbild während der Adventzeit prägt, hat sich von einem festlichen Element zu einem regelrechten Besuchermagneten entwickelt. Besonders Social-Media-Enthusiasten und Stadtbesucher fühlen sich von der beleuchteten Installation magisch angezogen.
Viele missachten dabei Ampelsignale, queren bei Rotlicht die Fahrbahn und kämpfen um die vorteilhafteste Position für Aufnahmen mit der Schleife im Hintergrund. In den vergangenen Tagen nahm der Besucherandrang derart zu, dass Ordnungshüter einschreiten mussten.
Beliebtes Fotomotiv
Die markante rote Dekoration wird alljährlich zur Vorweihnachtszeit am Gebäude des Modegeschäfts Popp & Kretschmer nahe der Wiener Staatsoper an der Kärntner Straße 51 montiert. Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt die Schleife in hundertfachem Lichterschein und verwandelt die beliebte Einkaufsmeile in eine festliche Kulisse.
Mittlerweile dominiert die XXL-Schleife tausende Fotografien und zahllose Videos auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Während der Fußgängerübergang in der Vorweihnachtszeit stets gut frequentiert ist, scheint die Situation in diesem Jahr besonders angespannt.
Sicherheitsbedenken
Trotz ihrer dekorativen Wirkung birgt die weihnachtliche Installation erhebliche Sicherheitsbedenken. Dies belegen mehrere virale TikTok-Videos: Ein Polizeifahrzeug mit aktiviertem Blaulicht steht am Fußgängerübergang, während Beamte Passanten auffordern, den Zebrastreifen umgehend zu verlassen: „Verlassen Sie die Straße, es ist Rot. Red light, no go, red light!“
@jankaburcinova
Bereits vor einem halben Jahrzehnt durfte die Schleife aus Verkehrssicherheitsgründen nicht angebracht werden. Damals galten die auffällig blinkenden Lichtelemente (sogenannte Flasher) als potenzielle Gefährdung für Verkehrsteilnehmer. Nach einer technischen Überarbeitung der Beleuchtung durfte die Installation 2021 wieder angebracht werden.
Wer in Wien nach einem alternativen weihnachtlichen Bildmotiv sucht, könnte die opulent dekorierte Fassade des Restaurants Freiraum in der Mariahilfer Straße besuchen: Mehr als 30 großformatige Teddybären und tausende Lichtpunkte schaffen dort eine festliche Atmosphäre für Fotografien.
Der entscheidende Vorteil: Hier können Besucher Erinnerungsbilder aufnehmen, ohne sich selbst, andere Fußgänger oder den Verkehr zu gefährden.