Nach intensiven Verhandlungen innerhalb der Koalition steht nun fest, dass Finanzminister Magnus Brunner zum neuen EU-Kommissar Österreichs ernannt wird. Bundeskanzler Karl Nehammer gab die Entscheidung bekannt.

Die Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da die wiedergewählte Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Prozess zur Neubesetzung der EU-Kommission einleitete. Sie fordert die Mitgliedsstaaten auf, ihre Kandidaten vorzuschlagen. Die Entscheidung für Brunner symbolisiert laut Nehammer ein klares Bekenntnis zu den österreichischen und europäischen Interessen und Werten. Magnus Brunner, bekannt für seine Expertise auf europäischer Ebene, wird sich nun den zahlreichen dringenden Herausforderungen Europas widmen müssen.
Brunner, ein Kandidat mit Netzwerk
Vizekanzler Werner Kogler betonte die Notwendigkeit einer zeitnahen Entscheidung und lobte Brunners anerkannte Arbeit und Vernetzung in Europa. Die Bestellung eines ÖVP-Kommissars ließ Spekulationen aufkommen, dass die Grünen im Gegenzug Zugeständnisse bei anderen Projekten, wie dem Erneuerbaren-Gas-Gesetz, erhalten haben könnten. Trotz des Wunsches der Grünen, Leonore Gewessler auf den Posten zu hieven, fiel die Wahl auf Brunner.
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