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Ungleichbehandlung

Bürgermeister platzt der Kragen nach Aufregung um Gradiška: Svilaj wartet bereits fünf Jahre

Bürgermeister platzt der Kragen nach Aufregung um Gradiška: Svilaj wartet bereits fünf Jahre
Foto: epa/NIDAL SALJIC, Screenshot facebook Osmanovic Anes
2 Min. Lesezeit |

Fünf Jahre Warten, null Fortschritt – während ein anderer Übergang in Stunden grünes Licht bekommt.

Der Bürgermeister von Odžak, Anes Osmanovic, hat die Institutionen Bosnien und Herzegowinas scharf kritisiert. Auslöser ist ein Vorgang, den er als eklatante Ungleichbehandlung wertet: Der provisorische Grenzübergang in Gradiška erhielt innerhalb weniger Stunden die Genehmigung für den vollständigen Warenverkehr – während der Grenzübergang Svilaj auch fünf Jahre nach seiner Eröffnung noch immer nicht vollständig in Betrieb ist.

Gegenüber dem Portal Klix.ba erklärte Osmanovic, die Wirtschaft der Posavina und des nördlichen Landesteils leide seit Jahren unter administrativen Blockaden. „Seit fünf Jahren versichern uns die zuständigen Behörden, die vollständige Kategorisierung von Svilaj sei angeblich wegen politischer Obstruktionen nicht möglich. Gleichzeitig bekam der provisorische Übergang in Gradiška die Genehmigung innerhalb weniger Stunden“, so der Bürgermeister.

Svilajs strategische Rolle

Osmanovic betonte die strategische Bedeutung von Svilaj als einzigem Grenzübergang an einer Autobahn, der für den nördlichen und östlichen Teil des Landes relevant ist. Zwar existiert mit Bijača–Nova Sela ein weiterer Übergang, doch liege dieser im äußersten Süden des Landes und sei für den Warenverkehr aus der Posavina, aus Tuzla, Modriča und anderen Regionen in Richtung Europäische Union kaum von Bedeutung.

Besonders gravierend sei, dass über Svilaj nach wie vor kein Transport von Vieh, Getreide und weiteren Warenkategorien möglich ist. „Wir sind eine landwirtschaftliche Region mit enger wirtschaftlicher Verflechtung mit Kroatien. Eine vollständige Öffnung des Übergangs wäre für die lokale Wirtschaft und die Exporteure enorm wichtig“, sagte er.

Forderung nach Lösung

Die ungelöste Frage der vollen Funktionsfähigkeit von Svilaj sorgt seit Jahren für Unmut bei lokalen Behörden und Unternehmen. Sie argumentieren, dass ein uneingeschränkter Warenverkehr andere Übergänge entlasten und den Export in die EU deutlich beschleunigen würde.

Osmanovic kündigte an, bei ausbleibender Lösung bald eine Reaktion höherer Regierungsebenen einzufordern.

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KO KOSMO-Redaktion
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