Für tausende Berufskraftfahrer aus Bosnien könnte sich bald eine langjährige Belastung im Arbeitsalltag erledigen.
Bosniens Kommunikations- und Verkehrsminister Edin Forto hat eine wichtige Ankündigung für tausende Berufskraftfahrer aus Bosnien und Herzegowina sowie der gesamten Region gemacht. Betroffen sind jene Fahrer, die täglich Grenzen überqueren und damit das Rückgrat grenzüberschreitender Lieferketten und des Warentransports quer durch Europa bilden.
Das Problem liegt in der 90/180-Tage-Regel im Schengen-Raum, die Berufskraftfahrern aus Drittstaaten einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen erlaubt. Für Fahrer, die täglich oder mehrmals wöchentlich Grenzen überqueren, bedeutet dies eine ständige Kontrolle und die Gefahr, die erlaubten Aufenthaltstage zu überschreiten.
„Unsere Fahrer sind keine Touristen – sie gehen ihrer Arbeit nach, und ohne sie würden Lieferketten und Warentransport in ganz Europa nicht funktionieren. Deshalb war es wichtig, eine Lösung zu finden, die den Besonderheiten ihres Berufsalltags Rechnung trägt und es ihnen ermöglicht, ohne ständige Sorge um ablaufende Aufenthaltstage zu arbeiten“, erklärte Forto.
Ministerium unter Druck
Das Ministerium für Kommunikation und Verkehr hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dieser Frage befasst. In enger Abstimmung mit heimischen Transportunternehmen und zuständigen Institutionen wurde die Problematik bearbeitet. Parallel dazu steht das Ministerium in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern der kroatischen Fachministerien, um eine nachhaltige Regelung für die betroffenen Fahrer auf den Weg zu bringen.
Forto machte dabei auch den Druck deutlich, der hinter den Verhandlungen steht: „Ich hoffe, dass das Gesetz in den kommenden Wochen und nicht erst in Monaten umgesetzt wird – die Fahrer aus Bosnien und Herzegowina und der gesamten Region warten bereits viel zu lange auf eine Lösung.“