ChatGPT zeigt jetzt Werbung – auch in Österreich. Was das für Nutzer bedeutet und wo Grenzen gesetzt wurden.
Ab sofort werden Nutzerinnen und Nutzer von ChatGPT in Österreich sowie in mehreren weiteren europäischen Ländern – darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden – mit Werbung konfrontiert, sofern sie die kostenlose Variante oder das günstigste Abo-Modell namens Go verwenden. Das Go-Abonnement kostet rund 8 Euro pro Monat und bietet im Vergleich zur Gratis-Version unter anderem Zugriff auf das fortschrittlichere Modell GPT-5.2 Instant sowie etwa das Zehnfache an Nachrichten, Dateiuploads und Bildgenerierung.
Hinter dem Chatbot steht das US-amerikanische Unternehmen OpenAI, das bereits seit geraumer Zeit nach tragfähigen Wegen sucht, mit ChatGPT kommerzielle Erträge zu erzielen. In den Vereinigten Staaten ist die Einblendung von Anzeigen bereits seit Jahresbeginn gängige Praxis.
Werbung ohne Einfluss
OpenAI versichert, dass weder Werbeanzeigen noch die dahinterstehenden Unternehmen Einfluss auf die vom Chatbot generierten Antworten nehmen. Die Anzeigen erscheinen unterhalb der jeweiligen Antwort und sind mit dem Hinweis „gesponsert“ klar als solche erkennbar.
Für den europäischen Markt schließt OpenAI nach eigenen Angaben personalisierte Werbung vorerst aus. Darüber hinaus sollen Bereiche, die sogenannte „sensible oder regulierte Themen“ wie Gesundheit und Politik betreffen, grundsätzlich werbefrei bleiben.