Start NEWS Chronik Chats von Balkan-Drogenclans geleakt: „Ich gehe einen Menschen umbringen“
OPERATION „TROJANERSCHILD“

Chats von Balkan-Drogenclans geleakt: „Ich gehe einen Menschen umbringen“

(FOTOS: iStockphotos)

Wien gilt für Drogen-Clans – insbesondere vom Balkan – schon lange als Drehscheibe. Nach der Operation „Trojanerschild“ im Juni wurden nun erste Chats von der Drogenbande veröffentlicht.

Österreich wird seit Jahren von Drogenbossen, der Mafia und Balkan-Clans wegen seiner zentralen Lage und seinen guten Verbindungen zum Balkan als Drehscheibe genutzt. Der Höhepunkt dann im Dezember 2018: Vor einem renommierten Wiener Innenstadt-Lokal wurde ein Montenegriner von einem konkurrierendem Drogen-Clan erschossen. Wie die Presse damals berichtete, soll es sich um die beiden montenegrinischen Clans Kavački und Škaljarski gehandelt haben. Diese beiden Clans spielen auch in den aktuellen Ermittlungen rund um die Operation „Trojanerschild“ eine Rolle.

Trojanerschild
Erst im Juni gab es in insgesamt 16 Ländern – darunter auch Österreich – einen international durch Sondereinheiten und Polizeikräfte koordinierten Schlag gegen organisierte Kriminalität, die Operation „Trojanerschild“. Diese brachte alleine in Wien 120 Festnahmen, 100 Verdächtige sitzen seitdem in U-Haft.

In der Sonntagsausgab veröffentlichte der „Kurier“ nun Chatnachrichten, die auf den verschlüsselten Handys der Clan-Mitglieder gefunden wurden. Die Bandenmitglieder benutzten Krypto-Handys, die speziell vom FBI für eine „sichere“ Kommunikation entwickelt wurden. Doch das FBI verschaffte sich selbst Zugriff zu den Chats und übergab diese bereitwillig an die heimischen Behörden.

Neben einem 39-jährigen Automechaniker aus Serbien, der kiloweise Drogen vertickt haben soll, steht insbesondere Dario D. als mutmaßlicher „Boss“ im Fokus der Ermittler. Laut Kurier ist die Anklage gegen einen der Beschuldigten bereits fertig. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Um die Zulässigkeit der Beweismittel mache man sich keine Sorgen. Zwar wurden diese über abgehörte Kommunikation gewonnen, der Einsatz war aber rechtlich gedeckt, heißt es. Die Chats zeigen jedenfalls ein recht eindeutiges Bild von den Machenschaften der Balkan-Clans.

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